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Literaturtage : Kempowski zieht ins Museum

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Literaturtage zu Ehren des Rostocker Schriftstellers setzen dieses Jahr einen historischen Schwerpunkt #wirkoennenrichtig

Teamwork ist gut. Und wenn ein städtisches Museum eine Ausstellung zeigt, die fantastisch zum Werk Walter Kempowskis passt, warum sollten sich die Kulturmacher dann nicht zusammentun. Als Dr. Katrin Möller-Funck, Leiterin des Rostocker Kempowski-Archivs, im Dezember erfuhr, an welcher neuen Schau das Kulturhistorische Museum arbeitet, fielen ihr die Parallelen zum Roman „Aus großer Zeit“ auf. Ein guter Ansatzpunkt für eine Kooperation der beiden Einrichtungen, die sich im Klosterhof in direkter Nachbarschaft befinden.

Und so sind die Kempowski-Tage in diesem Jahr Teil des Begleitprogramms der Ausstellung „Vorstadt der Bürger. Zwischen Steintor und Bahnhof in Rostock“. In der Woche vom 24. bis 30. April gibt es darum ein Programm, das sich sowohl an Literaturliebhaber als auch Hobbyhistoriker und Heimatkundler richtet. „Es ist mal wieder ein historisches Thema, nachdem wir in den vergangenen Jahren sehr literarisch an das Werk Kempowskis herangegangen sind“, sagt Möller-Funck. Sie freut auch, dass in diesem Jahr der Geburtstag des Schriftstellers, der 29. April, wieder in die Veranstaltungswoche fällt.

Passend zum Roman „Aus großer Zeit“, dem ersten Band der so genannten Deutschen Chronik von Walter Kempowski, beleuchtet das Programm das Thema Bürgerlichkeit in Rundgängen, Vorträgen, damals und heute. Die Schriftsteller-Witwe Hildegard Kempowski wird eine Lesung gestalten, gleich die erste Veranstaltung schlägt den Bogen hin in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg und in die DDR.

Das Programm



• Montag, 24. April: 18 Uhr, Eröffnung mit Lesung und Musik, Kulturhistorisches Museum – Siegfried Schmidt-Joos „Ein Jazz-Fan im Kalten Krieg. Erinnerungen und Ermittlungen“

• Dienstag, 25. April: 18 Uhr, Lesung und Gespräch, Kulturhistorisches Museum – Hildegard Kempowski liest „Aus großer Zeit“.

• Mittwoch, 26. April: 17 Uhr, historischer Spaziergang, Kulturhistorisches Museum – Gerhard Weber „Fährten in Stein. Auf den Spuren des Baumeisters Heinrich Quade durch die Steintorvorstadt“

• Donnerstag, 27. April: 18 Uhr, Führung durch die Ausstellung, Kulturhistorisches Museum – „Vorstadt der Bürger. Zwischen Steintor und Bahnhof in Rostock“

• Sonnabend, 29. April: Vortragsreihe, Kulturhistorisches Museum – 14 Uhr, „Die besondere Straße“, Steffen Stuth zur Augustenstraße; 15 Uhr, „Bürgerlichkeit – Nur noch ein historischer Begriff“, Prof. Nikolaus Werz (Universität Rostock); 16 Uhr, „Wer aber Mitte sagt, der sagt Bürgerlichkeit“, Prof. Lutz Hagestedt (Universität Rostock) zur Geschichte der Gesellschaftsliteratur in Deutschland

• Sonntag, 30. April: 14 bis 17 Uhr, „Einblicke. Bürgerliche Wohnkultur im 21. Jahrhundert“, Einblicke in ausgewählte Häuser der Steintor-Vorstadt (Teilnehmerzahl begrenzt; Anmeldung: kempowski-archiv-rostock@t-online.de)

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erstellt am 13.Apr.2017 | 08:00 Uhr

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