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#wirkoennenrichtig lokal : „Kaffee muss schmecken“

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Mirte Kokott und seine Lebensgefährtin Doris Herrmann betreiben eine eigene Rösterei und ein Café in der Neuen Werderstraße

svz.de von
erstellt am 21.Apr.2017 | 15:00 Uhr

Kaffeetrinker haben ihre Ansprüche und lieben auch beim Frühstück das Besondere. Helle Röstung, dunkle Röstung oder Bioqualität – dieser Thematik hat sich die Kaffeerösterei Da Joir Ma in Teschendorf angenommen. Kaffeesorten wurden für Mirte Kokott und Lebensgefährtin Doris Herrmann zum Lebensunterhalt. Seit Dezember 2016 gibt es in Rostock in der Neuen Werderstraße 42 an der Kreuzung zum Patriotischen Weg das passende Café für den Ausschank.

„Kaffee muss schmecken und öffnet globale Türen“, beschreibt Kokott die Grundidee. Er hängte seinen Job als Beleuchter beim Film an den Nagel, verkauft nun seit 2011 seinen Kaffee vom Espresso bis zum Café Latte mit einer mobilen Kaffeebar auf Märkten und bei Veranstaltungen. Im Jahr 2015 folgte die Idee, die Bohnen selbst zu rösten. Die nötigen Erfahrungen sammelte der 41-Jährige mithilfe anderer Röster im Kollektiv: „Wir tauschen uns aus, schicken uns regelmäßig Kaffeebohnen zu und kaufen auch gemeinsam ein.“

Den ersten Trommelröster aus dem Jahr 1936 hat Kokott selbst zerlegt und neu aufgebaut. Jetzt werden jeden Montag Kaffeebohnen aus aller Welt und von ausgesuchten Bio-Plantagen auf Vorrat geröstet. Der wird dann je nach Sorte erst einmal zwischen zehn Tagen und vier Wochen gelagert, bevor er aufgrund der entstehenden Gase genießbar ist. Allerdings hat sich das kleine Kaffeeunternehmen auf acht verschiedene Sorten der mittleren Röstung spezialisiert. „Das ist reine Geschmacksache, ich bevorzuge diese Röstung“, befindet Mirte Kokott.

Seine Spezialität ist ein Kaffee aus Äthiopien, der Yirgachette Kochere pulped Natural, der aufgrund seiner getrockneten Kirsche über mehrere Wochen gezielt fermentiert wird. Dieser Luxuskaffe hat auch seinen Preis: 250 Gramm sind für 13,90 Euro im Café erhältlich. Acht unterschiedliche Bio-Kaffeebohnen aus Kolumbien, Peru, Honduras und Brasilien ergänzen zusätzlich das Angebot.

Zwei Drittel wird aus zeitlichen Gründen über einen Großhändler bezogen. Selbstverständlich können sich die Kunden ihren Kaffee frisch mahlen lassen, wie beispielsweise Frank Helfried Schaffer. „Ich befinde mich schon länger auf einer Expedition durch die Kaffeewelt und probiere die unterschiedlichsten Sorten aus“, sagt der Rostocker. Im Café Da Joir Ma gibt es auch die passende Schokolade zum Kaffee. Die regionalen Fine Handcrafted Chocolates von Kilian und Close ergänzen das Angebot. Zum Sommer sucht Kokott noch einen regionalen Eishersteller, der ins Konzept passt.

Auch Veganer werden im Ausschank berücksichtigt und dürfen ihren Kaffee mit Hafermilch aufpeppen. Alles wird lecker im Glas angerichtet. Mit den umweltunverträglichen Pappbechern samt Plastikdeckeln möchte Kokott nichts zu tun haben. „Wer seinen Kaffee mitnehmen möchte, soll einen Becher mitbringen“, sagt er vehement. Die minimalistische Ausstattung entspricht ebenfalls den Vorstellungen des Inhabers. Das soll sich ab morgen mit Vinyl ändern – am Weltplattenladentag eröffnet Nachbar Ole Krüger im Café eine exquisite Schallplattenabteilung als das andere „schwarze Gold“. Vorwiegend deutsche Interpreten, kleine Rostocker Bands sowie neue Jazz- und Indie-Rock-Produktionen sind bei ihm erhältlich.

Mitstreiterin Doris Herrmann hält sich im Hintergrund, denn das Paar hat vier gemeinsame Kinder zwischen drei und elf Jahren, die mit Kaffee noch nicht so viel am Hut haben – abgesehen von der Tatsache, dass sie ihrem Vater gelegentlich beim Rösten über die Schulter schauen.


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