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Talente : Junge Chemie-Asse im Wettstreit

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Christophorusschule richtet Landesolympiade aus. 68 Mädchen und Jungen aus 18 Schulen in MV nehmen teil. #wirkoennenrichtig

Bei einem Schulumzug ist im Chemieraum etwas durcheinander gekommen. Die Etiketten der Flaschen, in denen Kupfer, Zink, Silber, Blei und andere Stoffe enthalten sind, haben sich gelöst. Durch Reaktionen der Inhaltsstoffe muss herausgefunden werden, was in den Flaschen ist, um neue Etiketten aufzukleben.

Solche und ähnliche Aufgaben hatten gestern die größten Chemie-Asse der neunten und zehnten Klassen des Landes bei der Olympiade in der CJD Christophorusschule zu lösen. Punkt 12 Uhr begann der Wettstreit, an dem sich insgesamt 68 Mädchen und Jungen von 17 Gymnasien und einer Realschule aus dem ganzen Land Mecklenburg-Vorpommern beteiligten. Dreieinhalb Stunden hatten die Schüler für die Klausur Zeit. Genau so viel wie die Konkurrenz – denn auch in den anderen Bundesländern startete gestern um 12 Uhr die vom Förderverein Chemieolympiade organisierte Veranstaltung.

„Wir suchen die besten zehn, die unser Land dann in der finalen dritten Runde der Olympiade vertreten“, erklärte Dr. Regine Schütt. Die Koordinatorin Hochbegabung am CJD ist gleichzeitig Landesbeauftragte der Chemieolympiade und war in dieser Funktion auch an der Aufgabenstellung beteiligt. „Die ersten Aufgaben werden bundesweit gemeinsam entworfen, dann aber in den Ländern an den jeweiligen Lehrplan angepasst. Die Schüler sollen das, was gefragt wird, ja schon im Unterricht behandelt haben“, so Schütt. Sie hat in diesem Jahr Jubiläum, organisiert den Wettstreit im zehnten Jahr am CJD. Dessen gute Gastgeberschaft hat sich herumgesprochen – die Beteiligung der Schulen aus dem Land wächst.

„Wir kommen immer gern, auch wenn der Weg weiter und der Tag dann lang ist. Die Schüler finden es toll – und auch die Eltern sind stolz“, erklärt Chemielehrerin Ute Petznick. Sie war gestern mit zwei Schülern vom Greifengymnasium Ueckermünde angereist. Genau wie die anderen Fachlehrer, die ihre jeweiligen Olympioniken begleiteten, half sie Dr. Regine Stoll bei der Korrektur der Klausur, sodass die Ergebnisse bereits 16 Uhr feststanden.

Aus Rostock haben sich Kristina Bosecke, Mathilda Kitzmann, Fiona Speller (alle 9. Klasse, CJD), Johannes Niclas, Oliver Combes (beide 10. Klasse, CJD) für die Finalrunde qualifiziert. Dass die Chemieolympiade hilft, die Begeisterung für das Fach weiter zu steigern, zeigt sich auch daran, dass gestern ehemalige Absolventen des Wettstreits bei der Verteilung der Aufgaben und der Korrektur halfen. „Wir haben immer wieder Teilnehmer, die dann Chemie als Studienfach wählen“, ist Dr. Regine Schütt begeistert.

Zahlen und Fakten

• Die 28. Landes-Chemieolympiade begann mit einer Hausaufgabenrunde, an der die Neunt- und Zehntklässler freiwillig teilnehmen und die Aufgaben zuhause mit Tafelwerk lösen können. Wurde dabei ein festgesetzter Prozentsatz erreicht, qualifizierten sich die Schüler für Runde zwei, die gestern stattfand. Dabei wurde in dreieinhalb Stunden ohne Hilfsmittel eine Klausur mit Fragen beantwortet. Die fünf besten Neunt- und die fünf besten Zehntklässler aus MV vertreten das Land dann im Mai/Anfang Juni in der dritten und finalen Runde, die in der CJD Christophorusschule und im Agrobiotechnikum Groß Lüsewitz stattfindet.

• Aus Rostock waren gestern das CJD mit zwölf, das Gymnasium Reutershagen mit sechs und das Innerstädtische Gymnasium mit acht Schülern beteiligt.

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