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Warnemünde : Junge auf dem Mühlstein zieht um

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Die Plastik von Reinhard Buch wird demnächst an einen anderen Platz verlagert. Endgültiger Standort entscheidet sich nach Sanierung #wirkoennenrichtig

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erstellt am 06.Aug.2017 | 09:00 Uhr

Die Plastik „Junge auf dem Mühlstein“ von Bildhauer Reinhard Buch soll in Kürze umziehen. „Nachdem wir über die Bedeutung der historischen Mühle für Warnemünde im Rahmen des Bauantrages auf dem Mühlenhof und die Blickbeziehung von der Mühlenstraße diskutiert haben, wird vielen die versteckte Lage des Kleinods bewusst“, sagt Bausenator Holger Matthäus (Grüne). „Hier sollten wir gemeinsam schnell aktiv werden und uns das denkmalgeschützte Gebäude wieder in die öffentliche Aufmerksamkeit holen, einschließlich der romantischen Gaststätte.“

Das Kunstwerk von Reinhard Buch spielt dabei die entscheidende Rolle. „Es könnte als Blickfänger und Wegweiser diese Funktion übernehmen“, schlägt Rostocks Bausenator vor. Dazu hat es jetzt einen Lokaltermin mit dem Ortsbeiratsvorsitzenden Alexander Prechtel (CDU) und Silvia Lachmann aus dem Amt für Verkehrsanlagen gegeben. Als vorübergehender Standort ist der Platz beim Mühlenweg und der Mühlenstraße vorgesehen. „Dazu ist ein schnelles Genehmigungsverfahren unter meiner Leitung geplant, um den Mikrostandort unter Berücksichtigung von Leitungsbestand, Verkehrssicherheit und einem optimalen Platz bestimmen zu können“, sagt Matthäus.

Auch Reinhard Buch als Schöpfer des Kunstwerkes kann sich das vorstellen. „Der Platz auf dem Mühlenhof war als Interimsstandort vorgesehen“, sagt er. Allerdings äußert er einen Wunsch: „Ich würde gern bei den Überlegungen zum Standort mit einbezogen werden.“ Wenn die Mühlenstraße später komplett saniert wird, dann wird erneut überlegt, ob dieser oder ein anderer Platz in Betracht kommt. Das kann aber dauern. „Vor 2020 ist keine Sanierung im Haushalt der Hansestadt vorgesehen“, so Matthäus.

Reinhard Buch hat das Kunstwerk 2008/2009 geschaffen. Er erinnert sich daran, wie Christian Meyer aus der Mühlenbesitzer-Familie sich engagiert um das Organisieren eines originalen Mühlensteins bemüht hat. „Der alte Stein stammt von einer alten Bockmühle“, erzählt Buch.

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