#wirkoennenrichtig lokal : Jüdischer Friedhof blieb bestehen

An der heutigen Hundertmännerstraße, in unmittelbarer Nachbarschaft, aber vor dem Gelände des Alten Friedhofes, erwarb im Jahr 1870 die jüdische Gemeinde Rostocks einen Bestattungsplatz.
An der heutigen Hundertmännerstraße, in unmittelbarer Nachbarschaft, aber vor dem Gelände des Alten Friedhofes, erwarb im Jahr 1870 die jüdische Gemeinde Rostocks einen Bestattungsplatz.

In jeder Wochenendausgabe der NNN veröffentlichen wir historische Ansichten unserer Hansestadt Rostock.

svz.de von
31. Dezember 2016, 16:00 Uhr

An der heutigen Hundertmännerstraße, in unmittelbarer Nachbarschaft, aber vor dem Gelände des Alten Friedhofes, erwarb im Jahr 1870 die jüdische Gemeinde Rostocks einen Bestattungsplatz. Entsprechend den Riten der jüdischen Religion muss – anders als etwa im Christentum – die ewige Totenruhe gesichert werden. Ein jüdisches Grab – im Jahr 1929 gab es zirka 220 in Rostock – hat also dauernden Bestand. Deshalb blieb der jüdische Friedhof von der gärtnerischen Umgestaltung der 1980er-Jahre ausgenommen. Dieses Foto von 1975 dokumentiert anschaulich die traditionelle Ausrichtung der Gräber gen Osten, nach Jerusalem. Nachweislich wurde 1942 hier letztmalig eine Bestattung durchgeführt. Die von den Nazis beschlossene Beseitigung des Friedhofes verhinderte der Zweite Weltkrieg. Seit 1963 erinnert dort ein Gedenkstein an die Holocaustopfer Rostocks.

Leiter des Stadtarchivs

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