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Glatter Aal in Rostock : Investor wirft Baupläne um

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Neues Konzept sieht mehr Wohnungen vor. #wirkoennenrichtig

svz.de von
erstellt am 03.Feb.2017 | 05:00 Uhr

Stehen die Pläne für den Bau des Rosengarten-Centers auf dem Glatten Aal vor dem Aus? Bekommt Rostock stattdessen mehr Wohnraum mitten in der City? Laut Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) hat der irische Investor, die Randalswood Germany GmbH, einen neuen Bauantrag für das ehemals städtische Gelände eingereicht. Anstatt den Fokus auf Einkaufscenter und mehrstöckiges Parkhaus zu legen, sollen „nunmehr überwiegend Wohnungen, Einzelhandel im Erdgeschoss und eine Tiefgarage auf einer Ebene“ entstehen, wo derzeit noch archäologische Ausgrabungen vorgenommen werden, informiert Methling. Der neue Bauantrag soll im Februar beurkundet werden. Zudem habe die Verwaltung eine Vertragsänderung verhandelt.

Konkrete Angaben zu den neuen Plänen wollten zwar weder Stadtverwaltung noch der irische Investor machen, Randalswood-Projektleiter Denis Madden bestätigte aber, dass es Gespräche gegeben habe. Insidern zufolge soll dabei auch Jens Gienapp beteiligt gewesen sein, Geschäftsführer des Immobilienunternehmens Engel und Völkers. Das informierte bereits im Vorfeld ausführlich über das entstehende Projekt „Der Glatte Aal – ein Herzstück Rostocks“ und führte Gespräche mit potenziellen Käufern. 75 großzügige Eigentumswohnungen sollten auf fünf Etagen entstehen. Baubeginn der City-Residenz sei auf Mai 2017 fixiert, die Fertigstellung Ende 2018 anvisiert, hieß es.

Ob diese Pläne gehalten werden können, scheint jetzt fraglich, denn bevor das Projekt starten kann, sollen erneut Ortsbeirat und Bauausschuss beteiligt werden. Die hatten die ursprünglichen Pläne für den Glatten Aal mit Rosengarten-Center scharf kritisiert: zu groß, zu kompakt, zu wenige Wohnungen stattdessen Hotel, Boardinghouse und jede Menge Gewerbeflächen. Den Streit um eine weniger futuristische, eher puristische Fassade, die sich an die Umgebung anpassen soll, hatten die Rostocker bereits gewonnen.

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