Rostock : Heißt die Stadthalle bald Scanhaus-Arena?

Hinter zahlreichen Baugerüsten, -fahrzeugen, -containern und -schutt ist die Stadthalle derzeit kaum zu erkennen. Bis zur Wiedereröffnung im Oktober finden Konzerte, Tagungen und Bälle auf etwa doppelt so großer Fläche in der Hanse Messe statt.  Fotos: Katrin Zimmer
Hinter zahlreichen Baugerüsten, -fahrzeugen, -containern und -schutt ist die Stadthalle derzeit kaum zu erkennen. Bis zur Wiedereröffnung im Oktober finden Konzerte, Tagungen und Bälle auf etwa doppelt so großer Fläche in der Hanse Messe statt. Fotos: Katrin Zimmer

Insider: Fertigteilhaus-Firma gibt der Stätte für die Ausrichtung von Konzerten, Kongressen und Sportveranstaltungen in Rostock ihren Namen.

svz.de von
15. Mai 2017, 09:00 Uhr

Eine neue Zeitrechnung soll der Rostocker Stadthalle bevorstehen. Mehrere Quellen besagen, dass die Stätte für die Ausrichtung von Konzerten, Kongressen und Sportveranstaltungen bald den Namen Scanhaus-Arena tragen soll.

Insider berichten sogar, dass die Verträge zwischen der Rostocker Messe- und Stadthallengesellschaft mbH und der stetig gewachsenen Fertigteilhaus-Firma Scanhaus Marlow bereits unter Dach und Fach sind. Für die Namensrechte soll das unter der Führung von Inhaber und Geschäftsführer Friedemann Kunz seit Jahren deutschlandweit immer erfolgreicher agierende Unternehmen jährlich 100.000 Euro zahlen.

Ein weiteres Indiz für die Kooperation zwischen Stadthalle und Scanhaus könnte sein, dass die Messe- und Stadthallengesellschaft mbH den Vertrag mit der Rostocker Brauerei beenden will. Eingeweihte bestätigen, dass wohl bereits entsprechende Gespräche geführt wurden. Hintergrund könnte sein, dass in der Scanhaus-Arena künftig Bier aus der hauseigenen Brauerei des Namensgebers, nämlich Marlower Bier, ausgeschenkt werden soll. Denn die R. Kossow & Levermann GmbH braut seit 2013 diese spezielle Marke. Chef des Unternehmens ist Friedemann Kunz.

Dass der 61-Jährige in der kommenden Saison sein Engagement als Sponsor beim Drittligisten FC Hansa Rostock nicht fortsetzt, mag auch ein Zeichen für das Projekt Stadthalle sein. Sie ist ein Gebäude mit bewegter Geschichte. Im Jahr 1979 wurde es in der damaligen DDR als Sport- und Kongresshalle eröffnet und nach der Wende in Stadthalle umbenannt.  2006 gab es eine umfassende Sanierung. Die nächste Renovierung läuft gegenwärtig. Noch  bis Oktober dieses Jahres werden zirka 16,5 Millionen Euro investiert.  So wird der Saal 1 um fünf Meter verlängert. Mit einer zusätzlichen Tribüne erhöht sich die Kapazität auf 6629 Zuschauer. Das Foyer soll um 2000 Quadratmeter bis zur aktuellen Außentreppe erweitert werden. Die neuen Zugänge werden auch barrierefrei sein. Wenn alles fertig ist, wäre durchaus  ein guter Zeitpunkt, um die Namensänderung offiziell zu präsentieren.

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