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Rostock : Heile, heile Gänschen…

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Tipp: Ein Besuch in der aktuellen Ausstellung der Unimedizin Rostock in der Societät maritim #wirkoennenrichtig

svz.de von
erstellt am 17.Okt.2017 | 21:00 Uhr

Wer kennt das nicht: Aua, das hat wehgetan. Die Tränen kullern und die Kleinen verlangen nach Kuscheln, Pusten und Trost. So mancher spricht dann den Reim „Heile, heile Gänschen, es ist bald wieder gut. Das Kätzchen hat ein Schwänzchen, es ist bald wieder gut. Heile, heile Mausespeck – in 100 Jahren ist alles weg.“ Was aber tun, wenn der kleine Tober sich ernstlich verletzt hat oder wegen einer Erkrankung zum Arzt muss? Wie sollten Kinder darauf vorbereitet werden, unter Fürsorge von Ärzten und anderen fremden Menschen Tage, vielleicht Wochen in einem Krankenhaus zu verbringen? Ängste entstehen oft durch Unkenntnis. Aber wie wird Kindern Wissen über das, was ihnen eventuell in einem Krankenhaus oder in einer Arztpraxis begegnen wird, vermittelt und wie können sie damit auch psychisch stark gemacht werden?

Diesen Fragen sind Mitarbeiter der Unimedizin Rostock nachgegangen und haben in der Societät Rostock maritim eine interaktive Ausstellung erstellt, die jedes Kind und jeder Erziehungsberechtigte gesehen haben sollte. Ein Krankenhaus zum Staunen und Anfassen ist entstanden, lehrreich und spannend für Kinder und Erwachsene. Die Lego-Fans werden vermutlich gleich beim Eingang in der ersten Etage in die Knie gehen und sich das große Lego-Krankenhaus anschauen, das einem echten Krankenhaus in nichts nachsteht. Labore, Krankenzimmer, OP-Säle… eine Unmenge kleiner Mitarbeiter und Patienten, die die einzelnen Etagen beleben. Auch Krankenwagen und ein Rettungshubschrauber werden sie begeistern.

Schon gewusst? Diese Frage durchzieht den langen Ausstellungsraum. Ja, haben Sie schon gewusst, dass ein ungeschnittener Fingernagel 58 Meter lang sein würde? Und was passiert, wenn ein Kirschkern verschluckt wird oder man einen Schluckauf oder Nasenbluten bekommt?

Die Fachmediziner – sie heißen hier zum Beispiel Magen-Darm-Arzt oder Lungenärztin – erklären es kindgerecht auf großen Tafeln. Was aber geschieht, wenn jemand zu viel Alkohol getrunken hat? Die Kinder dürfen sich testen. Nein, natürlich nicht mithilfe von Alkohol, sondern sie begeben sich mit einer Alkohol-Brille auf der Nase auf einen Hindernisparcours. Das Ergebnis überzeugt. Auch das Cola-Experiment wird nicht nur Kinder zum Nachdenken bringen.

Im Forschungslabor und in der Apotheke heißt es: „Das Anfassen ist sehr erwünscht.“ Hier können kleine Forscher Experimente machen, Mikroskope dürfen genutzt werden, um Winzigkeiten zu entdecken. Ein Krankenzimmer in der Kinderstation wird nachgestellt, der kleine Patient mit Armbruch stellt sich vor, Chirurg und Pfleger beschreiben ihre Berufe. Alles wird kindgerecht und in großer Schrift erklärt. So auch der Operationssaal. Wer macht was, welche Geräte und Instrumente werden benötigt, was bedeutet das Wort steril? Übrigens, auch der weltweit größte Organteddy kann bestaunt werden. 2,30 Meter ist seine Körpergröße und er ist mit lebensgroßen Stofforganen ausgestattet.

Unser Tipp: In wenigen Tagen beginnen die Herbstferien und Enkelkinder freuen sich auf spannende Erlebnisse mit Oma und Opa. Die Ausstellung ist außer Montag täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet und wirklich einen Besuch wert.

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