zur Navigation springen

Warnemünde : Haus erhält modernen Aufzug

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Eigentümergemeinschaft aus Apothekerin, Arzt und Gesellschaft für Gesundheit und Pädagogik investiert in Gebäude am Kirchenplatz #wirkoennenrichtig

svz.de von
erstellt am 13.Jul.2017 | 21:00 Uhr

An der Adresse der Detharding-Apotheke am Warnemünder Kirchenplatz und den Arztpraxen im Haus ändert sich derzeit etwas Entscheidendes. Nicht nur, dass hinter dem eingerüsteten und mit einer Hülle geschützten Haus Ausbesserungen an der Fassade und ein Außenanstrich erfolgen. Sondern die Gemeinschaft aus den drei Eigentümern mit einem Arzt, einer Apothekerin und der Gesellschaft für Gesundheit und Pädagogik lässt auch einen modernen Fahrstuhl einbauen. „Diese Investition bringt Brandschutzauflagen mit sich, sodass unter anderem die Türen im Haus erneuert werden müssen“, sagt Apothekerin Siglinde Lindauer. Bislang wurden gehbehinderte Patienten mit dem alten Lastenaufzug der im Jahr 1968 erbauten Apotheke von den Schwestern auf Anfrage hochgefahren. „Der Lastenaufzug ist ein historisches Stück, aber immer zuverlässig“, bescheinigt Lindauer.

Bis zum Neubau dieser Apotheke zwischen 1966 und 1968 gab es ein Provisorium Am Strom 109. 22 Jahre wurde das Gebäude am Kirchenplatz in seiner eigentlichen Bestimmung als Apotheke genutzt. Im Betrieb war der Lastenaufzug für die riesigen Leergutlieferungen notwendig. Es kamen Hunderte Flaschen für Hustensäfte, Glaskruken für Salben, Zäpfchenschachteln, Augen- und Ohrentropfenflaschen. „Die benötigten wir für die großen Mengen an Arzneien, die wir selbst hergestellt haben“, sagt die Warnemünder Apothekerin. Damals war es für die Praktikanten unvorstellbar, dass alle drei Etagen für den Apothekenbetrieb benötigt wurden. „Aber es befanden sich dort auch Lager für Substanzen, Zellstoffe und Verbandszeug, analytisches und physikalisches Labor sowie großzügige Personalräume.

Bis zur Wende wurde das Gebäude am Kirchenplatz ausschließlich als Apotheke genutzt. Dann zogen vier Ärzte der aufgelösten Betriebspoliklinik in die zwei oberen Etagen. Damit gab es seit 1991 eine Apotheke mit vier Arztpraxen. „Wenn die Bauarbeiten in diesem Jahr abgeschlossen sind, kann man 2017 von einem würdigen Ärztehaus mit Apotheke sprechen“, beschreibt Apothekerin Lindauer. Sie ist froh, dass fast alle Patienten, Ärzte und Apotheker die nötige Geduld aufbringen, die so ein Vorhaben abverlangt. Wichtig sei aber vor allem, dass die Versorgung der Patienten trotz allem gut läuft. Mit der Maßnahme sorgen die Eigentümer dafür, dass die Adresse zum 800. Stadtjubiläum und 50. Geburtstag des Hauses 2018 wieder schick wirkt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen