Hinrunde im Rückblick : Hansa ist auf dem richtigen Weg

Bei der Geburt getrennt? Man könnte fast annehmen, es hier mit Zwillingen zu tun zu haben – jedenfalls ausgehend davon, wie Oliver Hüsing (links) und Julian Riedel ohne Anlaufzeit in der Innenverteidigung miteinander harmonierten!
Bei der Geburt getrennt? Man könnte fast annehmen, es hier mit Zwillingen zu tun zu haben – jedenfalls ausgehend davon, wie Oliver Hüsing (links) und Julian Riedel ohne Anlaufzeit in der Innenverteidigung miteinander harmonierten!

Der Rostocker Fußball-Drittligist spielt unter dem neuen Trainer Pavel Dotchev die beste Hinrunde seit langem und greift oben an

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23. Dezember 2017, 05:00 Uhr

Morgen ist Heiligabend. Zeit für Ruhe und Besinnlichkeit. Daher mal ein etwas anderer Halbserien-Rückblick des FC Hansa:

Heimbilanz: Nur je vier Siege und Remis aus elf Partien sind eigentlich zu wenig. Im Vergleich dazu gewannen der Erste Magdeburg und der Zweite Paderborn je neunmal zu Hause.

Einheit: Ein großes Plus ist die mannschaftliche Geschlossenheit. Es ist auch von außen zu merken, dass ein echtes Team auf dem Platz steht, das gemeinsam durch Dick und Dünn geht.

Innenverteidigung: Bei der Geburt getrennt, könnte man meinen. Oliver Hüsing und Julian Riedel haben sich auf Anhieb gefunden und standen stets in der Startformation.

Leistungsträger: Die Last verteilt sich auf viele Schultern. In jedem Mannschaftsteil ist Hansa für die 3. Liga stark besetzt. Selbst Angreifer Soufian Benyamina erzielte schon acht Tore.

I-Tüpfelchen: Das wäre natürlich der Zweitliga-Aufstieg. Der direkte Weg ist schon ziemlich weit „weg“. Aber um Relegationsplatz drei spielen die Rostocker in der Rückrunde mit.

Geheimwaffe: In der Hinrunde war es Marcel Hilßner, der je vier Tore und Vorlagen lieferte. Im neuen Jahr könnte der lange verletzte Christopher Quiring diese Rolle ausfüllen.

Auswärtsstärke: Sechs Siege in neun Begegnungen sind einfach klasse und der Top-Wert der 3. Liga. 2018 muss Hansa noch zehnmal auswärts ran – ein gutes Omen?

Ballbesitz: Hansa will den Ball haben und Fußball spielen. In der Liga ein ungewöhnlicher Ansatz. Phasenweise gelingt das richtig gut. Bisweilen wäre mehr Ruhe am Ball wünschenswert.

Ecken: Nicht nur die Ecken, sondern alle Standards sind eine Waffe. Viele Schützen wie Amaury Bischoff, Marcel Hilßner oder Christopher Quiring machen sie unausrechenbar.

Neuzugänge: Es gab eine gute Trefferquote. Sechs Neue gehörten zuletzt zur Start-Elf. Im Winter soll ein weiterer Offensiver kommen. Im Gespräch: Pascal Breier vom VfB Stuttgart.

Dotchev: Eindeutig Architekt des aktuellen Aufschwungs. Der Trainer verfolgt einen genauen Plan und schafft es, alle bei Laune zu halten. Weiß einfach, wie die 3. Liga tickt.

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