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Kreuzfahrtsaison 2017 : Größere Schiffe – mehr Passagiere

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Wieder Zeltaufbau in Warnemünde und im Seehafen: Wie sich Rostock Port und Dienstleister auf die neue Kreuzfahrtsaison vorbereiten. #wirkoennenrichtig hafen

svz.de von
erstellt am 29.Mär.2017 | 11:45 Uhr

Der Countdown läuft, die Vorkehrungen für die Kreuzfahrtsaison 2017 gehen in die Schlussphase. 190 Anläufe von 24 Reedereien mit 36 Schiffen werden erwartet. Nach der Insolvenz der britischen Reederei All Leisure Holiday entfallen zwar die zunächst fest avisierten Anläufe der „Minerva“ und „Voyager“. Es bleibt aber ein sehr anspruchsvolles Programm mit einigen logistischen Herausforderungen, erklärt Christian Hardt, Leiter Kreuzschifffahrt bei Rostock Port. Größere Schiffe mit mehr Passagieren sind angekündigt. Allein vier Kreuzliner mit einer Länge über 300 Meter steuern Warnemünde beziehungsweise den Seehafen an – die „Regal Princess“, „Celebrity Eclipse“, „Celebrity Silhouette“ und „Norwegian Getaway“. Die Größten sind der 330 Meter lange, 142 714 BRZ (Bruttoraumzahl) große und bis zu 3560 Passagiere Platz bietende Princess-Cruiser und das zwar fünf Meter kürzere, aber mit 145 655 BRZ noch ein wenig größere, bis 4028 Passagieren Platz bietende NCL-Flaggschiff für Europa.

Besonders bei Doppelanläufen von Schiffen dieser Größenordnung wird es eng an den Terminals, erklärt Hardt. Die Rostock-Port-Crew um Jens Käkenmeister und ihre Dienstleister werden alle Hände voll zu tun haben und bereiten sich entsprechend vor. Ende April wird am Liegeplatz 8 wieder ein großes Zelt für die Abfertigung aufgebaut. Mit 1200 Quadratmetern wird es noch größer als in den Jahren zuvor. Die Anlage für die Grauwasserentsorgung wird in Betrieb genommen. Auch die gläsernen Fronten des Cruise Centers am Liegeplatz 7 sind zu putzen, im Gebäude ist Klarschiff zu machen. Kaiflächen am alten Werftbecken werden durch Rostock Port wieder von der Stadt für die Proviantierung durch die Trucks der Speditionen angemietet. „Das Terminal wird von Winter- auf Sommerbetrieb umgestellt“, wie es Christian Hardt auf einen kurzen Nenner bringt. Am 27. April geht die Saison mit der „Aidadiva“ dann los.

Ein Zelt wird auch wieder im Seehafen vor der Ladenstraße am Liegeplatz 30 für die Passagierwechsel der „Monarch“ des spanischen Reiseveranstalters Pullmantur aufgebaut. Bevor die Spanier ihr Programm im Juni starten, werden an der Querkai am Hafenbecken B wieder die großen so genannten Yokohama-Fender angebaut, um auch hier die Proviantierung am Kai reibungslos zu ermöglichen.

Auch die Makler bereiten sich auf eine heiße Saison vor. Neben der Agentur Sartori & Berger, die den Großteil der Kreuzliner bedient, hat Baltimar weitere Bewährungsproben zu bestehen. In der diesjährigen Saison werden in Partnerschaft für die Unternehmen HC Roewer und PWL durch Baltimar insgesamt 33 Anläufe betreut, berichtet die Maklerin Vivienne Anderson. Allein 17-mal ist es die „Norwegian Getaway“, die auf dem Weg von Kopenhagen nach Tallinn hier Zwischenstation macht. Siebenmal kommt auch die „Marina“, dreimal „Seven Seas Explorer“, zweimal die „Nautica“ und am 25. Juli auch einmal die elegante „Queen Elizabeth“. Zudem sind auch „Disney Magic“, „Birka Stockholm“ und „Thomson Celebration“ zu betreuen.

Während die Saisonvorkehrungen für die diesjährige Saison laufen, haben die Hafen-Manager schon die nächsten Jahre im Blick. Geschäftsführer Jens A. Scharner und Christian Hardt waren jüngst bei der Seatrade Cruise Global in Fort Lauderdale auf Florida dabei, wo all jene Reeder Flagge zeigen, die auch auf der Ostsee mit ihren Schiffen verkehren.

Neben einer Fachmesse informierte ein buntes Konferenzprogramm, wie sich die Kreuzfahrtindustrie in den nächsten Jahren weiterentwickelt, wie Häfen ihre Infrastruktur entsprechend ausbauen wollen. Auch in Warnemünde laufen die Vorkehrungen für einen weiteren Anleger mit angrenzenden Gewerbeflächen, wofür die Bürgerschaft demnächst die Weichen stellen wird. In der Arbeitsgruppe unter Leitung des See- und Hafenamtes bringt auch Rostock Port seine Vorstellungen ein.

Für die nächste Saison laufen auch bereits die Anmeldungen, erst zu Jahresbeginn stehe aber fest, wer dann wirklich kommt. Der Trend zu größeren Schiffen aber werde sich fortsetzen, ist Christian Hardt überzeugt. Wobei Häfen wie St. Petersburg, so schränkt er ein, für Reisen in der Ostsee Grenzen setzen. Von seinen Kollegen an der Newa werden bis dato Schiffslängen von 340 Metern als Maximum angesehen.

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