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Warnemünde : Ghana verbucht den Sieg

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Internationaler Wettkampf zwischen Schülern aus dem Ostseebad und aus dem Dorf Apeyime erfolgreich. #wirkoennenrichtig

svz.de von
erstellt am 05.Okt.2017 | 12:00 Uhr

Die hübschen Medaillen und die von Andrea Werner gestalteten T-Shirts sind der Stolz von 21 Kindern aus dem afrikanischen Dorf Apeyime in Ghana. Sie haben sich kürzlich zeitgleich mit 31 Warnemünder Mädchen und Jungen in fünf Disziplinen gemessen. Der Sieg ging am Ende an die Kinder aus Ghana, wenngleich auch Warnemünder Mädchen in einigen Disziplinen Plätze erringen konnten. Die Bedingungen für die Schüler waren unterschiedlich, während die Warnemünder Kinder eine Aschenbahn hatten, absolvierten die ghanaischen Kinder ihren Wettkampf auf Stoppelfeldern. Im Vorfeld hatten sich alle Kinder Briefe geschrieben. Die Warnemünder schickten ihre nach Ghana, die aus Apeyime gab der Warnemünder Michael Kreuzberg persönlich ab. Er hat den Wettkampf dort auch geleitet.

Die Idee zu einem länderübergreifenden, leichtathletischen Vergleichswettkampf und einem damit verknüpften Kennenlernen und Austausch ghanaischer und deutscher Kinder entstand im Ergebnis der langjährigen Zusammenarbeit von SV-Warnemünde-Mitglied Michael Kreuzberg mit einer ghanaischen Nichtregierungsorganisation. Mit deren Hilfe bemüht er sich seit 20 Jahren um die Verbesserung der Lebensbedingungen in Apeyime. Die restlichen Fördergelder fließen jetzt in den Bau eines Lehrerhauses. „Das hat den Vorteil, dass die Lehrer dann nicht immer wechseln müssen“, erklärt er. Die Kinder aus Ghana sind sportlich deutlich fitter, weil sie jeden Tag kilometerlang zu Fuß zur Schule gehen müssen, Fahrräder besitzen sie nicht.

Zwar sind die beiden Mannschaften zu verschiedenen Zeiten gestartet, durch die Zeitverschiebung fand der Wettkampf trotzdem zeitgleich statt. Sowohl in Apeyime als auch in Warnemünde ist alles per Video dokumentiert worden. Am 17. Oktober um 16 Uhr gibt es eine öffentliche Veranstaltung in der Aula der Heinrich-Heine-Schule. „Da kann jeder kommen. Wir zeigen dann die Videos von beiden Wettkämpfen“, sagt Trainerin Andrea Werner. Sie ist des Lobes voll über das Engagement der Trainer und Eltern. „Ohne die Mithilfe hätten wir es nicht auf diese Weise schaffen können“, sagt sie. Alle hoffen auf eine nächste Auflage. „Dafür benötigen wir Spenden“, betont Kreuzberg.

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