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#wirkoennenrichtig Heimat : Gewerbestark auf Wachstumskurs

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Vom einstigen Agrardorf hat sich Bentwisch zu einem Anziehungspunkt für Firmenansiedlungen entwickelt. Moderne Infrastruktur für die 2400 Einwohner

Erstmals im Jahr 1235 urkundlich erwähnt, hat sich die Gemeinde Bentwisch nordöstlich der Hansestadt Rostock heute zu einem attraktiven Gewerbestandort mit konstanten Einwohnerzahlen entwickelt. Der einstige Charakter eines reinen Agrardorfes wich dabei mit den Jahren dem eines beliebten Wohnorts mit zahlreichen Firmensiedlungen. „Wir sind schon sehr gewerblich geprägt“, sagt Bürgermeisterin Susanne Strübing (parteilos). Vor allem das Gebiet nordwestlich der B 105 zieht mit dem Hanse Center und dem Möbelhaus Höffner zahlreiche Besucher aus der Region in die Gemeinde. Aktuell sind 504 aktive Gewerbe in Bentwisch angemeldet (Stand: 30. Juni 2016). Im Jahr 2010 wurde Bentwisch zur wirtschaftsfreundlichsten Gemeinde Mecklenburg-Vorpommerns.

Mit den Plänen für ein weiteres Gewerbegebiet, das östlich von Goorstorf in Richtung Überseehafen entstehen soll, setzt Bentwisch voll auf die weitere Entwicklung und Festigung als Gewerbestandort. Hier kann die Gemeinde ihre Vorteile wie die unmittelbare Nähe zu Rostock und der Autobahn voll ausspielen. Denn in dem zweiten Gebiet sollen sich vor allem hafennahe Investoren ansiedeln.

Da, wo sich Firmen niederlassen, entstehen auch neue Arbeitsplätze. Was wiederum mehr Einwohner in die Gemeinde locken wird. In Bentwisch leben derzeit rund 2400 Menschen. Die Zahl hat sich seit 1990 damit verdoppelt. Seit etwa 15 Jahren hält sich die Anzahl der Einwohner aber relativ konstant. „Das kommt aber nur, weil wir nichts bieten können“, spricht die Bürgermeisterin ein Problem an, das Bentwisch hat: der Mangel an Wohnungen beziehungsweise Land, um neuen Wohnraum entstehen zu lassen. „Der Bedarf kann nicht gedeckt werden.“

Doch die Zahl der Einwohner in der Gemeinde könnte schon bald um rund 800 anwachsen, auch ohne dass dafür ein neues Bauland erschlossen werden muss. Der Plan: die Fusion mit Klein Kussewitz. Die entsprechenden Verträge wurden bereits von beiden Seiten unterschrieben, nun liegt es an der Entscheidung des Ministeriums und des Kreises, ob sie ihren Segen für diesen ämterübergreifenden Zusammenschluss geben.

Und damit sich die Menschen, die hier leben, wohlfühlen, ist der weitere Ausbau der Infrastruktur ein Hauptanliegen der Gemeinde, die im Jahr 2012 ihr 777-jähriges Bestehen feiern konnte. Neben einer modernen Grundschule, Kindertagesstätte und Seniorenbetreuung sowie Einkaufsmöglichkeiten hat die Gemeinde in diesem Jahr ihr neues Börgerhus samt Garten eröffnet. Auch der Mehrgenerationenspielplatz kann seit gestern von Groß und Klein in Beschlag genommen werden.

Mit dem Sportforum stehen den Einwohnern und Besuchern zudem eine 1200 Quadratmeter große Ballsport- sowie eine 400 Quadratmeter große Mehrzweckhalle mit Sauna zur Freizeitgestaltung zur Verfügung. Zusätzlich bereichert der ansässige FSV Bentwisch mit zahlreichen Sparten das Vereinsleben im Ort. Ebenso wie die Freiwillige Feuerwehr samt Jugendfeuerwehr, die jederzeit gern neue Mitglieder in ihren Reihen aufnehmen.

Sehenswert in Bentwisch ist die Backsteinkirche auf Feldsteinsockel aus dem 14. Jahrhundert mit Klappaltar. Sie ist ein Zeugnis der langen Geschichte der Gemeinde, die sich mit der Entwicklung zum starken Gewerbestandort für die Zukunft aufgestellt hat.

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