Rostock : Genossenschaft will Ortsteil stärken

Die WG Schiffahrt Hafen will ihr Verwaltungsgebäude in Reutershagen ausbauen und so ein Zeichen für den Stadtteil setzten. Kosten: sieben Millionen Euro. Ein Veranstaltungsraum soll Mitgliedern, Vereinen und Anwohnern ab 2019 zur Verfügung stehen.  Grafik: Inros Lackner
Die WG Schiffahrt Hafen will ihr Verwaltungsgebäude in Reutershagen ausbauen und so ein Zeichen für den Stadtteil setzten. Kosten: sieben Millionen Euro. Ein Veranstaltungsraum soll Mitgliedern, Vereinen und Anwohnern ab 2019 zur Verfügung stehen. Grafik: Inros Lackner

WG Schiffahrt Hafen baut Standort in Reutershagen für 7 Millionen Euro aus. Ein Veranstaltungsraum für Mitglieder und Anwohner entsteht. #wirkoennenrichtig

svz.de von
15. Februar 2018, 08:00 Uhr

Die Wohnungsgenossenschaft Schiffahrt Hafen (WGSH) will ihren Standort in der Goerdelerstraße ausbauen. Im neuen Verwaltungsgebäude soll auch ein Veranstaltungsraum für bis zu 120 Personen entstehen, der von Genossenschaftsmitgliedern, Anwohnern und ansässigen Vereinen genutzt werden kann. „Wir wollen Leben in den Stadtteil bringen“, sagt WGSH-Vorstand Roland Blank auf der Sitzung des Ortsbeirats am Dienstag. Den Ausbau am traditionellen Standort in Reutershagen sehe das Unternehmen als klares Bekenntnis – zuvor sei auch ein Umzug in Betracht gezogen worden, so Blank. Der Ortsbeirat hat den Bauantrag einstimmig positiv beschieden.

Für die Erweiterung um einen zweiten Dreigeschosser habe die WGSH eine Fläche in östlicher Richtung angekauft, die derzeit von einem Autohändler für Im- und Exportgeschäfte genutzt wird, so Blank. So werde sich die Bürofläche nahezu verdoppeln, teilweise öffentliche Beratungsräume und ein Veranstaltungsraum entstehen. „Wir haben Gespräche mit der Volkssolidarität und anderen Ortsvereinen geführt, wie der genutzt werden kann“, sagt Blank. Zu diesem Zweck habe die Genossenschaft bereits eine Veranstaltungsmanagerin eingestellt. Insgesamt investiere die WGSH sieben Millionen Euro in die Baumaßnahme, die im Mai beginnen und 14 Monate dauern soll. Schon gestern wurden auf dem Gelände einige Bäume gefällt.

Im Zuge des Neubaus will die Genossenschaft auch eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach sowie eine eigene 4,70 Meter hohe Windkraftanlage errichten. Befürchtungen der Anwohner, dass die zu Lärmemissionen führen könnte, wiegelt der WGSH-Vorstand ab. „Wir haben alle notwendigen Vorgaben eingehalten und ich versichere Ihnen, dass es sich eher um eine symbolische Anlage handelt“, sagt Blank. „Aber warum bauen Sie die überhaupt, wenn sie nichts bringt?“, hinterfragt Adelheid Priebe (SPD). „Wir wollen ein Zeichen für die Stadtentwicklung setzen“, entgegnet Blank. Die Anlage sei gemeinsam mit den Stadtwerken entwickelt worden und habe Modellcharakter für weitere Bauprojekte in der Stadt. Signalwirkung solle zudem die Umstellung des Fuhrparks auf Elektro-Autos haben. „Wir werden erst mal drei unserer 18 Dienstfahrzeuge umstellen und eine eigene Zapfsäule auf dem Gelände errichten“, sagt Blank. Derzeit bewirtschaftet die WG Schiffahrt Hafen 9828 Wohnungen in Rostock und Umgebung.

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