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Historische Ansichten : Genau die richtige Mischung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Jubiläum: Die NNN-Serie „Historische Ansichten“ präsentiert seit 25 Jahren Bilder und Wissenswertes #wirkoennenrichtig

von
erstellt am 29.Jan.2017 | 09:00 Uhr

Es stimmt eben doch: Die Mischung macht’s! Und so ist der Mix aus alten, oft unerwarteten Stadtansichten und informativen, dabei kurzweiligen Texten genau die Rezeptur, die die NNN-Serie „Historische Ansichten“ so erfolgreich macht. Kein Wunder also, dass das Format ein Dauerbrenner ist. Seit mittlerweile 25 Jahren gibt es die wöchentliche Rubrik – und das ist in der schnelllebigen Zeitungswelt schon beachtlich. Dafür, dass der Serie nicht die Puste ausgeht und immer neue Bilder die Leser begeistern und überraschen, sorgt Gerhard Weber. Der Fotograf ist ein leidenschaftlicher Sammler und hat mittlerweile einen großen Schatz historischer Aufnahmen seiner Heimatstadt zusammengetragen. Im Interview mit Redakteurin Juliane Hinz blickt er zurück auf 25 Jahre mit den „Historischen Ansichten“, spricht über die gelungene Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv und berichtet von Lesern aus fernen Ländern.

Was am 29. Januar 1992 begann, begeistert mittlerweile seit 25 Jahren die Leser der Norddeutschen Neuesten Nachrichten. Die „Historischen Ansichten“ werden 25 Jahre alt. Haben Sie sich das träumen lassen, als Sie Anfang der 90er-Jahre mit der Idee zur Zeitung kamen?

Weber: Ein Vierteljahrhundert! Ich kann es kaum glauben, bin mir aber dennoch völlig im Klaren darüber, dass es so stimmt.

Ein Grund zum Feiern also. Was macht Ihrer Meinung nach die „Historischen Ansichten“ und damit verbunden das Jubiläum zu etwas Besonderem?

Es ist einmalig in der Zeitungs- und Stadtgeschichte von Rostock, dass eine Bild- und Textserie so lange schon kontinuierlich präsentiert wird. Eine Enzyklopädie entstand, die fortwährend als Nachschlagewerk benutzt wird, zu Nachfragen ermuntert und zu Ortsbegehungen animiert.

Wer sind die Leser der „Historischen Ansichten“?

Der am weitesten entfernte Interessent lebte in Kalifornien! Noch oft gedenke ich seiner Anrufe, in denen er sich eingehend nach Gebäuden und Straßenzügen seiner Geburtsstadt erkundigte.

Die alten Bilder werden begleitet von Texten aus der Feder der Rostocker Stadtarchivare – früher Hans-Werner Bohl, heute Karsten Schröder. Wie kam es zu der Zusammenarbeit?

Schon von Anbeginn war es mir klar, dass in dieser Serie nicht nur Bilder aneinander gereiht, sondern dass dazu auch ein profunder Begleittext die Bedingung für die Veröffentlichung sein sollte. Wer aber könnte meiner Meinung nach Anmerkungen wohl besser verfassen als Mitarbeiter, die sich an der Quelle befinden und sofort Zugriff haben, wenn sich Fragen stellen. Mit so einem Hintergrund ausgestattet, hat für die ersten 1000 Folgen der Stadtarchivar Hans-Werner Bohl die passenden Beiträge geschrieben. Nach seinem altersbedingten Abschied wird die durchaus nicht immer ganz einfache Aufgabe seit Jahren mit Engagement fortgeführt vom Direktor des Stadtarchivs, Dr. Karsten Schröder. Eine Freundschaft mit den Autoren entwickelte sich, welche ich nicht missen möchte. In diesem Zusammenhang muss unbedingt auch der Antiquar Christian Wulff Erwähnung finden. Ist gerade er es doch, der immer wieder einmal hilfreich ohne Eigennutz wichtige Bildbelege auch aus seinem Archiv zur Verfügung stellt.

Wie hat sich die Serie „Historische Ansichten“ im Laufe der Zeit verändert?

Erinnert werden sollte daran, dass ich bis zum Beginn des Jahres 2015 immer nur die unzerstörte Stadt von etwa 1870 an vorgestellt habe, seither mit den weiteren Folgen jedoch das zum Gutteil durch Krieg und Abbruch extrem veränderte Bild der Stadt von 1942 bis zirka 1990 präsentiere. Aus den positiven Reaktionen darauf erfahre ich, dass die komplette Serie so wie ich sie konzipiert habe, dem Rezipienten ein nacherlebbares Abbild unserer Stadt vermittelt.

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