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Zoo Rostock : Gartenstädter segnen Polarium ab

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Ortsbeirat stimmt Bauplänen für das neue Eisbären-Paradies zu. Zoo-Direktor Nagel schließt massive Erhöhung der Eintrittspreise aus #wirkoennenrichtig

An der historischen Bärenburg im Rostocker Zoo sind die Abrissarbeiten in vollem Gange. Nach der Vorstellung des Projekts durch Zoo-Direktor Udo Nagel hat jetzt auch der Ortsbeirat Gartenstadt/Stadtweide dem Bauantrag für das geplante Polarium zugestimmt – mit einer Enthaltung.

Die fehlende Stimme kam von Mitglied Sonja Schweinitz (UFR/FDP), die es sich in der jüngsten Sitzung nicht nehmen ließ, Zoo-Direktor Nagel zu fragen: „Das Projekt ist mit zehn Millionen Euro ziemlich kostspielig. Warum will der Zoo überhaupt Eisbären halten? Und wird die Finanzierung Auswirkungen auf die Eintrittspreise haben?“ Nagel gab schnell Entwarnung: „Wir wissen noch nicht, ob wir die Preise erhöhen. In jedem Falle wird es aber keine Erhöhung in der Größenordnung geben wie nach dem Bau des Darwineums“, so Nagel. Die schlug mit bis zu fünf Euro mehr pro Tarif zu Buche. Nun versichert der Zoo-Direktor: „Die Preise werden – wenn überhaupt – maximal um 50 Cent bis einen Euro steigen“, trotz erhöhter Personalkosten. Hintergrund sei vor allem die bis zu 90-prozentige Förderung des Projekts durch das Land. Sämtliche Ermäßigungen werde es weiterhin geben, gestaffelte Tarife wie Kurzzeittickets jedoch nicht, so Nagel. Gerade Rostockern empfehle er eine Jahreskarte, die auch kürzere Aufenthalte erschwinglich mache.

Natürlich will der Zoo auf Eisbären nicht gänzlich verzichten: „Es ist nicht nur unser Wappentier, wir wollen als Zuchtbuchführer mit unserer Eisbärenhaltung auch zum Erhalt der Rasse beitragen, die es im Zuge der globalen Erwärmung künftig immer schwerer haben wird“, unterstrich Nagel. Mit dem Bau des Zehn-Millionen-Euro-Polariums habe sich der Zoo bewusst für Eisbären entschieden, anstatt für etwa 25 Millionen eine artgerechte Elefanten-Anlage zu errichten. Dickhäuter hatte es im Rostocker Zoo bis 2013 gegeben, bis die letzte Elefantendame Sara starb. Ins Polarium einziehen sollen nach der für 2018 anvisierten Fertigstellung ein Männchen, zwei Weibchen und je nach Zuchterfolg viele Jungtiere. Zurück nach Rostock kommen soll definitiv Vienna, Großmutter von Publikumsliebling Fiete, so Nagel. Dessen Rückkehr hatte der Zoo-Direktor wegen potenzieller Inzucht stets kategorisch ausgeschlossen, verriet aber dem Beirat: „Wenn wir andere Weibchen bekommen, die frei und nicht mit ihm verwandt sind, kann es sein, dass er zurückkommt.“

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