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Wirtschaft in Rostock : FSN weiht Hightech-Autohaus ein

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Investition von drei Millionen Euro im Gewerbegebiet Osthafen. Kooperation mit VW seit 26 Jahren. Politiker sehen Vorbildcharakter #wirkoennenrichtig

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erstellt am 17.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Im Gewerbegebiet Osthafen ist gestern das neue VW-Autohaus der FSN Autohaus GmbH & Co. KG eröffnet worden. Drei Millionen Euro hat die übergeordnete Unternehmensgruppe Ferdinand Schultz Nachfolger (FSN) investiert.

„Für uns bedeutet das einen enormen Fortschritt. Vertrieb und Service sind erstmals unter einem Dach“, sagte Axel Erdmann, Inhaber und Geschäftsführer der FSN-Gruppe. So könnte diese den wachsenden Ansprüchen und Herausforderungen im Automobilhandel gerecht werden. Unter den Gästen der Eröffnungsfeier waren Geschäftspartner, Mitarbeiter, Vertreter der Wirtschaft und auch der Politik – Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) und Finanzsenator Chris Müller (SPD). „Sie haben den Mut“, lobte Müller, „in eine Branche zu investieren, die nicht gerade einfach ist“. Das sei zu würdigen, schließlich seien es die Unternehmer und nicht die Politiker, die Arbeitsplätze schaffen.

Fünf neue sind mit dem Autohaus, dessen Vorgängerbau abgerissen worden war, entstanden. Insgesamt werden dort 50 Menschen beschäftigt. Im Haus sind der Vertrieb im 650 Quadratmeter großen Ausstellungsraum, der Kundendienst, die Werkstatt und das Lager untergebracht. Es wurde in neue Lagertechnik und Hebebühnen investiert. Die Werkstatt hat 13 Bühnen, die Kunden vom Verkaufsraum durch eine Glasfront sehen können.

„Wir wollen ein transparentes und sehr effizientes Autohaus sein“, sagte Arica Kopp, Geschäftsführerin von FSN Autohaus. Für Elektroautos sind zwei E-Zapfstellen eingerichtet. Bevor ein Auto in die Werkstatt geht, wird es in der Dialogannahme mit dem Kunden inspiziert. Vermerke gibt der Servicemitarbeiter über ein Tablet in das Kundenservice-System ein.

Es sei das modernste und attraktivste Autohaus der Region, befand Oliver Seack, Verkaufsleiter der Volkswagen AG Region Nord. FSN verbindet seit 26 Jahren eine Vertragspartnerschaft mit dem Volkswagen-Konzern. „Der Vertrag hat uns damals gerettet“, sagte Erdmann. Mit ihm seien die Aufträge gekommen. Erdmann hatte 1990 die Reprivatisierung des einst in Familienbesitz befindlichen staatlichen Betriebes initiiert – der Beginn des bisher erfolgreichsten Kapitels in der Unternehmensgeschichte, die bis 1868 zurückreicht. FSN macht jährlich 70 Millionen Euro Umsatz, hat 300 Beschäftigte. Zu ihr zählen auch die FSN Fahrzeugtechnik GmbH, in der Spezialaufbauten und Anhänger für Lkw konstruiert werden, die FSN Fördertechnik GmbH, die Gabelstapler und Reinigungstechnik vertreibt, sowie die FSN Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG und die FSN Versicherungsmakler GmbH. Neben zwei Autohäusern und einem Gebrauchtwagenzentrum in Rostock betreibt FSN zwei weitere Autohäuser in Teterow und Demmin. Im Gewerbegebiet Osthafen gehörte FSN zu den ersten Ansiedlern.

„Wir haben den Osthafen zu einem Vorzeigeareal entwickelt“, sagte der OB. Es sei ein innovativer, suburbaner Wohn- und Arbeitsstandort, sagte Müller. Die Stadt plane, diese Entwicklung durch die Ansiedlung von hochwertigem und verträglichem Gewerbe zu bestärken. Im Bebauungsplan hat der Osthafen 149 000 Quadratmeter, 8000 sind noch frei. Die Nachfrage liege aktuell bei 30 000 Quadratmetern. Der Osthafen könne alles werden, was Rostock sein will, sagte Müller – wirtschaftsfreundlich, sozial, grün und wasserverbunden.

Tag der offenen Tür im VW-Autohaus: 22. April, Altkarlshof 6, Rostock

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