Warnemünde : Forscher nehmen Dünen ins Visier

Haben gestern die Informationstafeln angebracht: Alexander Petters (l.) und Projektkoordinator Christian Kaehler.
Haben gestern die Informationstafeln angebracht: Alexander Petters (l.) und Projektkoordinator Christian Kaehler.

Wissenschaftler untersuchen Auswirkungen von Durchbrüchen auf Flutschutz. In der Saison pausieren sie, danach geht es im Herbst 2018 weiter

von
13. Dezember 2017, 12:00 Uhr

Zwischen den Strandaufgängen 24 bis 26 hat gestern ein Bagger im großen Stil Gräben gebuddelt. In diesem Areal startet ein europaweites Forschungsprojekt. Jetzt, wo hier niemand Strandkörbe nutzt und auch die Segelschulen nicht arbeiten, ist Zeit für wissenschaftliche Untersuchungen. Dafür wird eine etwa 1,50 Meter hohe und 150 Meter lange Forschungsdüne errichtet. Sie ist Teil des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Kooperationsprojektes Prozesse und Auswirkungen von Dünendurchbrüchen an der deutschen Ostseeküste (Pado). Bis September 2019 sollen unter der Leitung der Professur für Geotechnik und Küstenwasserbau der Universität viele Fragen geklärt werden.

„Pünktlich zur Sommersaison 2018 wird das Forschungsbauwerk wieder verschwinden, um im nächsten Herbst für eine zweite Messkampagne erneut aufgebaut zu werden“, kündigt Gesamtprojektleiter Prof. Fokke Saathoff an. Die Wissenschaftler wollen bei den Untersuchungen herausfinden, wie sich eine Bresche in einer Sanddüne während einer Sturmflut an der Ostsee entwickeln kann. Dafür wurde Ostseesand von der Mole herangefahren. „Wir wurden von der Hansestadt Rostock und der Tourismuszentrale unterstützt“, sagt Christian Kähler, der die Baustelle mit betreut. In der Ostsee selbst wurde ein Laserscanner aufgestellt, der alles vermisst. Die gewonnenen Daten dienen weiterführenden Untersuchungen zur Hydrologie sowie zur umwelt- und sozioökonomischen Bewertung. Denn eines ist für alle Beteiligten klar: Bedingt durch den Klimawandel und den damit verbundenen Anstieg des Meeresspiegels sowie der immer intensiveren Nutzung der Küstenregion nehmen die Herausforderungen an den Küstenschutz zu. An der Ostseeküste bilden Hochwasserschutzdünen ein wesentliches Element des Schutzsystems gegen Überflutungen. Dieses Vorhaben dient dem Zweck, die Überflutungsprozesse an den Dünen besser verstehen zu können. Aus den Erkenntnissen sollen Empfehlungen für nachhaltiges Management im Küstenschutz abgeleitet werden.

Darum geht's im MEDIENPROJEKT von SVZ und NNN

Etwa 75.000 Schüler und Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern erhalten in einem gemeinsamen Projekt der Zeitungsverlage und des MV-Bildungsministeriums bis zum Jahresende kostenlosen Zugang zu den Newsportalen. Fragen Sie an den Einrichtungen ihrer Kinder nach den Bedingungen und Login-Daten, die Sie auch in der Familie nutzen können.
Was bewegt die Schüler ab Klasse 5 bis hinauf in die Gymnasien und Berufsschulen unseres Landes? Was passiert in ihrem Umfeld, in Deutschland und der Welt? Wie können seriöse Nachrichten von Fake News unterschieden werden?
Die Schweriner Volkszeitung und die Norddeutschen Neuesten Nachrichten bieten den Schülern die aktuellsten Berichte, liefern in einem speziellen Dossierbereich "Diskussionsstoff" für den Unterricht und möchten mit ihnen in Austausch kommen.
 
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen