Airport Rostock-Laage : Fluggesellschaft trotzt dem Brexit

Flugstopp nach dem Brexit? Im Gegenteil! BMI Regional will auch in Zukunft in Rostock-Laage operieren und das Angebot sogar ausbauen.
Flugstopp nach dem Brexit? Im Gegenteil! BMI Regional will auch in Zukunft in Rostock-Laage operieren und das Angebot sogar ausbauen.

BMI Regional hofft auf einvernehmliche Verhandlungen, bastelt aber bereits an Alternativen und will Angebot noch ausbauen #wirkoennenrichtig

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07. Juni 2017, 05:00 Uhr

Der Brexit könnte auch den Flughafen Rostock-Laage treffen, an dem BMI Regional die innerdeutsche Linie Rostock-München betreibt. Macht die EU-Kommission ernst, müsste die Gesellschaft aufgrund ihres Hauptquartiers in Castle Donington diese Verbindung aufgeben – oder sich neu aufstellen. Denn laut Aussagen der EU dürfen britische Unternehmen nach einem harten Brexit nur noch Direktflüge zwischen dem Vereinigten Königreich und den eigenen Mitgliedsstaaten anbieten. Flüge innerhalb der EU hingegen wären tabu.

Davon betroffen wäre neben BMI beispielsweise auch Easy Jet. Das Unternehmen aus Luton bei London plant für diesen Fall, eine neue Firma mit Sitz innerhalb der EU einzurichten und veranschlagt dafür zwei Jahre und rund zehn Millionen Pfund. Auch BMI erklärt auf Nachfrage: „Eine Möglichkeit wäre, eine europäische Schwesterfirma zu starten mit ihren eigenen Zulassungen.“ Alternativ seien aber auch ein Joint Venture mit Partnern vor Ort oder Aktivitäten im Bereich Mergers and Acquisitions möglich, also beispielsweise Fusionen, Firmenkäufe oder Kooperationen. Priorität habe aber, den Status quo zu erhalten. „Soll heißen, uneingeschränkter Zugang zum europäischen Luftraum für britische Airlines auch nach dem Brexit“, so BMI.

Unterstützung kommt vom Flughafen Rostock-Laage. „Der Luftverkehr muss als globales Thema betrachtet werden. Daher sollten Lösungen zur Aufrechterhaltung der Open-Sky-Abkommen gefunden werden“, sagt Sprecherin Petra Proba. „Die Sicherstellung von Mobilität und Interconnectivität ist nicht nur ein Thema der Europäischen Union, sondern als globales Thema wichtig für die Unternehmensansiedlung und das Prosperieren der an die Flughäfen angebundenen Wirtschaftsstandorte.“ Mit BMI arbeite der Flughafen eng zusammen, sei in alle denkbaren Szenarien eingebunden.

Auch das Unternehmen erklärt, in jedem Fall weiter vor Ort aktiv bleiben zu wollen: „Wir prüfen derzeit weitere Angebote von/nach Rostock.“ Auf der Strecke Rostock-München seien die Erwartungen im ersten Jahr deutlich übertroffen worden. Daher hat die Fluggesellschaft die Verbindung auf einen doppelten täglichen Umlauf aufgestockt, der ebenfalls voll nach Plan ausgelastet sei. In Laage ist BMI als einziges Unternehmen aus Großbritannien tätig.

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