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Hansetour Sonnenschein : Familienfest an der Ziellinie

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Unternehmer Claus Ruhe Madsen erstmalig Organisationschef der Rundfahrt für einen guten Zweck # wirkoennenrichtig

Die diesjährige Hansetour Sonnenschein hat Claus Ruhe Madsen immer fest im Blick. Schließlich sind die Türen seiner Büroschränke mit rotem Edding voll geschrieben – mit Ideen und wichtigen Hinweisen, was bis zum Start der Benefiz-Radtour noch erledigt werden muss.

Als Helmut Rohde nach 20 Jahren die Organisation der Tour abgab und sogar deren Aus im Raum stand, übernahm Ende vergangenen Jahres Ruhe Madsen diese ehrenamtliche Aufgabe. „Dazu Nein zu sagen und zu riskieren, dass es die Tour nicht mehr gibt, das hätte ich mit meinem Menschenbild nicht vereinbaren können. Schließlich geht es darum, gemeinsam gegen miese, fiese, hinterlistige Krankheiten zu kämpfen und Kinder und deren Familien zu unterstützen“, sagt der 44-Jährige.


Sternfahrt und „gefürchtete Strecke“


Er selbst sei vor fünf Jahren noch aus einem anderen Grund als Teilnehmer zur Hansetour Sonnenschein gestoßen: „Damals führte die Strecke nach Dänemark und man brauchte jemanden zum Übersetzen“, sagt der Chef der Möbel Wikinger GmbH, der selbst leidenschaftlich Rennrad fährt.

Im ersten Jahr, in dem er als Organisationschef im Sattel sitzt, hat sich der Familienvater einige Neuerungen ausgedacht. „Erstmals wird ein Teil der Strecke als Sternfahrt absolviert“, sagt Ruhe Madsen. Das erleichtere auch die Logistik für die Helfer – „sonst mussten wir immer alles mitschleppen“. Es bedeutet aber auch, dass der sonst tägliche Sprint der Teilnehmer um die besten Betten einmalig ausgetragen wird. „Eigentlich sind alle nach dem stundenlangen Radfahren total kaputt, aber kurz vor dem Ziel und der Unterkunft geben sie Gas. Ein Premium-Platz ist an einer Wand mit Steckdose“, erzählt Ruhe Madsen schmunzelnd von den Bedingungen der Rundfahrt. Es sei eben kein Luxusurlaub, sondern eine Tour, bei der die sportliche Anstrengung für den guten Zweck alle 250 Teilnehmer zu einer Gemeinschaft werden lässt.

Und die kann sich 2017 auf eine gefürchtete Strecke einstellen: „Auf Rügen hatten wir es bisher immer mit viel Wind und Regen zu tun, außerdem geht es immer hoch und runter. Und das alles ohne E-Bikes, denn wir setzen auf das gemeinschaftliche sportliche Erlebnis“, so Ruhe Madsen. Die Rundfahrt auf der Halbinsel steht am zweiten Tag auf dem Programm. Gestartet wird in Parow, wo die Tourteilnehmer in der Kaserne der Marinetechnikschule ihr Hauptquartier aufschlagen.


Sonnenscheinwette braucht Unterstützer


Auch für die Rückfahrt hat sich der Organisator etwas Neues überlegt und die so genannte Sonnenscheinwette gestartet. Ziel ist es, 100 Unterstützer wie Vereine, Firmen oder Schulklassen zu finden, die jeweils mindestens 100 Euro spenden und die letzte Etappe vom Miniland Göldenitz bis zum Ziel in Rostock mitfahren. In der Hansestadt plant Ruhe Madsen ein großes Familienfest zur Ankunft auf dem Neuen Markt. Denn erstmalig wird der Radler-Tross nicht zur Hanse Sail eintreffen.

Die Tour findet diesmal vom 19. bis 22. Juli statt – und die Trennung von dem maritimen Großevent der Hansestadt passierte bewusst. „Das Tour-Finale ist bei der Sail ein bisschen untergegangen. Und es gab durch die Massen an Menschen dort nie eine richtige Möglichkeit für die Teilnehmer, sich voneinander zu verabschieden“, nennt Ruhe Madsen Gründe für die Entscheidung. Er hätte schon mit Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) gesprochen, den die Idee eines Familienfestes als Höhepunkt zum Tourfinale „total begeistert“, wie der Organisator sagt.

 

Fakten zur Tour

• Anmeldung: für maximal 250 Starter, online bis 31. März unter www.sonnenscheintour.de

• Zeitraum: vom 19. bis 22. Juli 2017

• Strecke: Insgesamt zirka 493 Kilometer;  1. Tag Rostock - Graal-Müritz - Dierhagen - Ahrenshoop - Zingst - Barth - Altenpleen - Parow, dort Unterbringung in der Marinetechnikschule,  2. Tag Sternfahrt von Parow nach Gustow - Putbus - Binz - Ralswiek - Bergen - Samtens - Stralsund - Parow, 3. Tag  Parow - Brandshagen - Greifswald - Gützkow - Loitz - Grimmen -  Steinhagen - Parow, 4. Tag  Parow - Richtenberg - Marlow - Sanitz - Göldenitz - Rostock

• Kosten: Jeder Teilnehmer zahlt 170 Euro Sattelgeld und deckt damit die persönlichen Kosten für Unterkunft, Essen und die Logistik. Um den karikativen  Charakter der Tour zu unterstreichen, kommen pro Teilnehmer 50 Euro Spende dazu, die aber auch  im Familienkreis oder bei Freunden und Kollegen gesammelt werden können.

• Spenden: Das gesammelte Spendengeld kommt zu 100 Prozent schwer kranken Kindern  zugute. Die Hälfte der Summe geht an das Team Mike Möwenherz,  die ambulante Palliativbetreuung für Kinder und Jugendliche, mit den anderen 50 Prozent werden  Projekt in Rostock und Umgebung sowie entlang der Strecke unterstützt

• Voraussetzungen: Mindestalter zur Teilnahme ist 18 Jahre, der älteste Teilnehmer bisher ist 73.

 

 

 

 

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