zur Navigation springen

Rostock : Faire Produkte auf der Hanse Sail

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Der Bereich neben dem Carlo 615 steht im Zeichen globaler Gerechtigkeit. Hier klären Stände über Konsumgüter auf. #wirkoennenrichtig

svz.de von
erstellt am 07.Aug.2017 | 11:40 Uhr

Schiffe, Musik und Karussells – für viele Besucher ist die Hanse Sail vor allem eine riesengroße Party. Um mehr als nur das reine Vergnügen geht es aber bei Kathleen Löpke und ihren Mitstreitern im Fair-Trade-Bereich neben dem Carlo 615 im Stadthafen. „Wir verkaufen nicht nur fair gehandelte Produkte, wir machen Bildungsarbeit, wollen das Bewusstsein der Menschen für die Entstehung von Konsumgütern unter menschen- und arbeitsrechtlichen Bedingungen schärfen“, so Löpke.

„Wir“, das sind Mitarbeiter des Ökohauses und des Weltladens in der Herrmannstraße, des Eine-Welt-Landes-Netzwerks, der Gesellschaft für solidarische Entwicklungszusammenarbeit MV (GSE) der Eiswerkstatt und Weinhändler Frank Schollenberger, die das Hanse Sail-Büro zusammengebracht hat, um einen Fair-Trade-Bereich einrichten zu können. Sie bieten fair gehandelte Produkte und Speisen an und erklären den Sail-Gästen, woher diese stammen und wie sie produziert wurden.

 

Schon 2014 gab es einen „fairen“ Bereich auf der Hanse Sail, der seitdem gewachsen ist. „Zu Beginn ging es hauptsächlich um Kaffee und Tee. In diesem Jahr ist unser Star die Quinoa, die im Mittelpunkt eines ganzen fairen Gerichts stehen wird“, sagt Löpke. Quinoa ist eine Pflanze, die in den Hochgebirgen Südamerikas wächst und deren Samen ähnlich wie Getreide oder Reis als Gemüse- oder Sättigungsbeilage genutzt werden können. Zusammen mit Pfeffer, Cashewnüssen und Kokosmilch, die allesamt aus dem „globalen Süden“ stammen, soll ein Gericht aus komplett fair gehandelten Produkten entstehen – das Hanse Sail-„Quinotto“. Das wird der Rostocker Koch Carsten Loll während der Veranstaltungstage sogar live auf seiner Showbühne zubereiten. „Wir haben 30 Kilogramm Quinoa bestellt und hoffen, dass das reicht“, sagt Löpke.

Zudem sollen auf der Livebühne in Vorträgen und bei Diskussionen weitere Informationen zum Thema Fair-Trade gegeben werden, wie über den im Fair-Trade-Café angebotenen nachhaltigen Apfel-Mangosaft. „Der vereint faire und regionale Produkte“, erklärt Löpke, denn das Mangomark von den Philippinen wird mit Apfelsaft aus MV in der Satower Mosterei zu einen fertigen Getränk gemacht.

 

In direkter Nachbarschaft des Fair-Trade-Cafés finden die Sail-Besucher außerdem das Upcycling Atelier, in dem nicht nur kleine Besucher aus gebrauchten Materialien Taschen und Schlüsselanhänger basteln und gleichzeitig lernen, wie viel Müll so eine Großveranstaltung eigentlich verursacht und wie dieser vermindert werden kann. Auch das Zelt der Norddeutschen Neuesten Nachrichten, das mit Einblicken in eine gläserne Redaktion, Gewinnspielen und Überraschungen für Kinder wartet, befindet sich von Donnerstag bis Sonntag im Fair-Trade-Bereich der 27. Hanse Sail.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen