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Rostock : Erinnerungen an die „Büchner“

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Ehemalige Besatzungsmitglieder tauschen sich beim Aktionstag auf dem Traditionsschiff aus. #wirkoennenrichtig

svz.de von
erstellt am 23.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Das Frachtschiff „Georg Büchner“ liegt in der Ostsee nördlich der Halbinsel Hela auf Grund. „Mal sehen, was von ihr noch übrig geblieben ist“, dachten sich viele ehemalige Besatzungsmitglieder und folgten gestern der Einladung der Museumsleitung auf das Traditionsschiff im IGA-Park. Der ein oder andere brachte noch eigene Erinnerungsstücke mit, um sie der aktuellen Ausstellung „Georg Büchner – Ein Schiff taucht wieder auf“ zur Verfügung zu stellen.

Klaus Scharmach und Franz Rosenkranz hatten beide im Jahre 1967 ihr praktisches zweites Ausbildungsjahr unter Kapitän Herbert Schickedanz absolviert. Ein Kaptitän der alten Schule – mit Monokel und jeder Menge Persönlichkeit, beschreiben der Matrose und der Schiffsbetriebsschlosser ihren damaligen Kapitän heute. Die Zuckerfahrten nach Kuba sind den beiden 67-Jährigen positiv in Erinnerung geblieben und manches Foto landete im Familienalbum. „Ich habe sogar noch eine alte Bestecktasche der ehemaligen französischen Reederei aus den 50er-Jahren dabei“, sagt Scharmach und überhaupt wären die Ausbildung und Unterbringung 1967 hervorragend gewesen. Bestecktasche und Fotos sollen jetzt in die Vitrine.

Einziger Wehrmutstropfen ist für viele Besucher das mysteriöse Schicksal, welches die „Büchner“ im Mai 2013 auf ihrem letzten Weg nach Polen ereilte. Es wurde beim Aktionstag immer noch viel über unsaubere Machenschaften spekuliert. Neben Filmvorträgen gab es eine Buchsignierung von Kerstin Schröder, der Autorin des Buches „Georg Büchner – vom Stapellauf bis zum Untergang“ und in der Offiziersmesse durften die alten Zeiten beim Kaffee mit Gleichgesinnten wieder aufleben. So bleibt die „Büchner“ in den Herzen der Seefahrer erhalten. Die Exponate wurden von vielen Besatzungsmitgliedern gerne für die Ausstellung beigesteuert, die aufgrund des Besucherinteresses noch bis zum 5. März auf dem Traditionsschiff „Dresden“ zu sehen ist.

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