Wirtschaft : Erfolg steht und fällt mit dem Wetter

Beim Wassersport spielt für Hannes Winter von HW-Shapes das Wetter eine entscheidende Rolle. In diesem Jahr war es für ihn zu schlecht.
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Beim Wassersport spielt für Hannes Winter von HW-Shapes das Wetter eine entscheidende Rolle. In diesem Jahr war es für ihn zu schlecht.

Auf jede Branche wirken sich verschiedene Witterungen unterschiedlich aus. #wirkoennenrichtig

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01. September 2017, 20:45 Uhr

Die Ferien sind zu Ende, der Sommer wird sich bald verabschieden. Und bei der Bilanz zeigt sich: Der Erfolg der Unternehmer steht und fällt mit dem Wetter. Jeder Branche nützt eine andere Witterung. Während Regen dem Museum Gäste beschert, kann Malerin Lana Lagern dann ihren Stand am Alten Strom nicht aufbauen, an dem sie öffentlich Bilder malt und verkauft. Christoph Wegner, Chef des Heimatmuseums, ist hingegen zufrieden: „Wir hatten in diesem Juli 1710 Gäste, im vergangenen Juli waren es nur 1393.“ Was ihn besonders freut: „Es waren viel mehr Familien als im vergangenen Jahr bei uns, es kommen auch mehr Kreuzfahrtgäste.“

In den drei Anlaufstellen des Fahrradverleihs aus der Mühlenstraße stellt Martin Pust 600 Räder bereit. Es sind normale Räder und E-Bikes dabei.
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In den drei Anlaufstellen des Fahrradverleihs aus der Mühlenstraße stellt Martin Pust 600 Räder bereit. Es sind normale Räder und E-Bikes dabei.
 

Für Martin Pust vom Fahrradverleih in der Mühlenstraße ist das Wetter ebenfalls entscheidend. Allerdings kommen seine Kunden trotzdem bei jedem Wetter: „Bei Sonne radeln sie gern zu ruhigeren Stränden, bei kühleren Temperaturen unternehmen sie Ausflüge“, sagt er. 600 normale Räder und E-Bikes können die Gäste an den drei Stationen ausleihen. Auch die Werkstatt ist im Sommer immer stark frequentiert. Was er zur Sprache bringt: „Bei der Qualität der Fahrradwege ist noch Luft nach oben.“

Malerin Lana Lagern kann ihre Schauwerkstatt am Alten Strom nur aufbauen, wenn es keinen Regen gibt.
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Malerin Lana Lagern kann ihre Schauwerkstatt am Alten Strom nur aufbauen, wenn es keinen Regen gibt.

Wenn Wassersport und Badebekleidung die Säulen eines Unternehmens bilden, wie das bei Hannes Winter von HW-Shapes ist, hofft man auf gutes Wetter. Zumal Unternehmer Winter am Strand über ein paar Monate Angebote wie Board-Verleih und Skimboard-Pool aufgebaut hatte. „Das ist sehr personalintensiv“, weiß er. Hinzu kommt: Die Kitesurfer brauchen Wind, die Stand Up Paddler ruhige See, wer den Skimboard-Pool ausprobiert, möchte das lieber auch ohne Regen und Wind tun. „Es war leider nicht eine einzige Woche durchgehend gutes Wetter“, bedauert Winter. Bei solchem Wetter verwandelt sich Bademode schnell in Ladenhüter. Von gutem Wetter lebt auch die Branche der Fahrgastschifffahrt. „Regen ist für uns auf alle Fälle nicht schön“, sagt Silvia Grahl von der Reederei Möller. „Bei Regen wollen alle nur unter Deck, bei zu viel Sonne an den Strand“, weiß sie. Während der April für die Fahrgastschiffer super lief, gab es einen ganz schlechten Juni. Jetzt hoffen alle auf einen guten September. Auch im Herbst sind schon etliche Fahrten ausgebucht und für Silvester sind ebenfalls viele Karten bereits verkauft.

Sonniges Wetter spielt den Fahrgastschiffen in die Hände. Allerdings ist zu heiß auch nicht gut, dann wollen alle an den Strand.
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Sonniges Wetter spielt den Fahrgastschiffen in die Hände. Allerdings ist zu heiß auch nicht gut, dann wollen alle an den Strand.
 

Für den Leuchtturm-Vereinsvorsitzenden Klaus Möller war es ein relativ guter Sommer. „Für uns war es das richtige Leuchtturm-Wetter, wir haben in diesem Jahr durch die Renovierung den Turm erst später als üblich geöffnet und begrüßen Montag den 60 000. Besucher am Turm“, sagt er.

Strandkorbvermieter Christian Kroll wertet diesen Sommer als einen normalen. „Zu heißes Wetter ist für uns nicht gut, ein bisschen Wind ist von Vorteil, weil sich die Besucher davor im Strandkorb schützen wollen“, sagt Kroll.

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