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Glühweindorf Am Brink : Endspurt im Rostocker Weihnachtsdorf

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Noch bis morgen gibt es für die Rostocker Am Brink Glühwein und Co. Saison endet mit 1500 Tassen weniger. #wirkoennenrichtig

svz.de von
erstellt am 07.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Aus den Boxen tönt Helene Fischer – Schlagermusik hat die besinnlichen Lieder abgelöst. Aber die Deko ist die gleiche wie vor den Feiertagen. Im Weihnachtsdorf Am Brink wird die Gemütlichkeit des Advents traditionell ins neue Jahr hinübergerettet. „Wir öffnen immer bis zum Sonntag nach Silvester, nur an Heiligabend und Neujahr ist zu“, sagt Betreiber Frank Kropp. Und die vielen Gäste wissen das zu schätzen. Weil die Anlage nicht direkt auf dem Rostocker Weihnachtsmarktgelände, sondern in der Nähe vom Doberaner Platz steht, kann Kropp die Saison verlängern, auch wenn die Buden in der Innenstadt schon längst abgebaut sind.

Von Anfang an, also seit neun Jahren, leitet der 48-Jährige das Weihnachtsdorf. Für die Stände ist Ana-Maria Anghel zuständig. Und das Duo lässt sich jedes Jahr etwas Neues einfallen. „Diesmal haben wir mit dem Glasbläser und dem Muldenhauer zwei traditionelle Handwerker aus Siebenbürgen eingeladen, die unser Gesamtbild bereichert haben und zu einem Anziehungspunkt geworden sind“, sagt Kropp.

Ursprünglich sei die Idee gewesen, auf dem Areal Am Brink neben der Gastronimie auch die Händler aus der Kröpeliner-Tor-Vorstadt zu präsentieren. „Doch das hat nicht funktioniert, weshalb wir unseren Fokus dann auf Essen und Getränke gelegt haben, was sich im Nachhinein als richtig herausstellte“, sagt der Betreiber.

Traditionelle Gewerke wie in diesem Jahr wären als Ergänzung aber auch zukünftig geplant. Und natürlich die festen Bestandteile wie die kostenlosen Bastel-Veranstaltungen für Kindergartengruppen. „Das gehört schließlich zu Weihnachten dazu“, sagt der Rostocker, der aber auch an ältere Generationen denkt. Neu waren 2016 ebenfalls zwei Termine für Senioren aus Pflegeheimen mit dem Warnemünder Chor Sing man tau. Die seien so gut angenommen worden, dass sie nächste Saison auch öffentlich angeboten werden sollen. „Dadurch werden wir auch tagsüber wahrgenommen, denn da haben wir es ja etwas schwerer ohne Fahrgeschäfte“, so der erfahrene Gastronom.

Obwohl er keine genauen Zahlen hat, ist er mit dem Besucherzulauf dieser Saison zufrieden. Auch nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt hätten sich die Rostocker vom Besuch nicht abhalten lassen. Aber die Sicherheitsbedingungen wurden verschärft und rund um das Weihnachtsdorf Betonpoller aufgestellt.

Wenn am Montag der Abbau beginnt, der rund eine Woche dauert, müssen die vier mal vier Meter großen Segmente aber nicht lange eingelagert werden. „Wir nutzen sie zum Beispiel auch als Cocktailbar während der Hanse Sail oder bei anderen Veranstaltungen. Dann kommt die Tanne ab und – je nach Jahreszeit – eben Mais oder Birke als Deko dran“, sagt Kropp. Er könnte sich auch vorstellen, das Dorf während des Sommers fest in Wassernähe aufzustellen, wenn es die entsprechenden Flächen und Partner gibt.

Außerdem läuft die Planung für die Weihnachtsdorf-Saison 2017/2018. Bis Ende Februar muss Kropp die Anmeldung dafür beim Rostocker Großmarkt gemacht und die Tassen bestellt haben. Obwohl deren endgültiges Design noch gar nicht feststeht. Aber egal, wie sie aussehen: Bei Sammlern sind die Glühweinbecher begehrt. Anders lässt sich nicht erklären, dass Kropp und sein Team nach der Saison etwa 1500 Stück weniger wegpacken müssen.


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