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Oldtimerteilemesse Rostock : Eine Fundgrube für Tüftler

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Rostocks größtes Ersatzteillager: In der Hanse Messe entdecken Freunde alter Vehikel wahre Schätze #wirkönnenrichtig

Wer Benzin im Blut oder fehlende Ersatzteile auf seinem Wunschzettel hat, durfte sich auf ein besonderes Wochenende freuen. Einmal pro Jahr öffnet die Oldtimerteilemesse ihre Pforten und lädt zum Stöbern und Fachsimpeln ein. So stürmten bereits kurz nach der Eröffnung am Sonnabend die Schnäppchenjäger den beliebten Ersatzteilmarkt der Hanse Messe. Mehr als 100 Teilnehmer reisten mit Raritäten und Zubehör an. Olaf Gengel und Eric Bergmann wurden schnell fündig und erstanden ein Original-Emblem für ihre Schwalbe. „Schwer zu finden, eine echte Rarität“, schwärmt Gengel. Ein Vergaser und ein Benzinhahn wanderten zusätzlich in die Einkaufstüten der beiden Rostocker. Schräg gegenüber zeigte der vierjährige Friedrich Begeisterung beim Anblick eines knallroten Ford Mustang. „Mein Sohn mag besonders alte Ami-Schlitten und ist jetzt schon ein richtiger Autofan“, offenbarte Vater Paul Krüger. So wurde es der ideale Vater-Sohn-Nachmittag, an dem es viel zu entdecken gab.

„Die Resonanz ist hervorragend und das Angebot hat sich im Laufe der Zeit wesentlich verändert“, sagte Projektleiter Robert Mühle, denn die Ostalgie macht inzwischen Platz für alle Oldies der Auto- und Motorradmarken. Die zwei- und vierräderigen Vehikel wollen zusätzlich glänzen. Einige Lack- und Leder-Profis boten Polituren an, die es nicht an jeder Ecke zu kaufen gibt. Als besonderes Highlight hatten die Veranstalter die beiden Rostocker Modellbauer Heiko und Jörg Schmidt eingeladen, die sich auf Auto-Modelle im Maßstab 5:1 spezialisiert haben. „Da muss man noch alles selbst konstruieren und zusammenbauen“, erklärt Vollprofi Heiko. Der 60-Jährige möchte bei seinem Hobby gänzlich auf Computertechnik verzichten, weil diese so gar nicht zum Oldtimer passe, sagt er. Sein persönliches Schmuckstück, ein blauer Horch 10/50 aus dem Jahre 1927, perfektionierte die kleine Ausstellung, die nicht käuflich zu erwerben war. Dafür hatten die beiden Schmidts kostenlose Tipps für Gleichgesinnte im Gepäck, die vom Erfahrungsschatz der Bastler profitieren durften.

Vor der Messehalle warteten noch einige Trabbis und verabschiedeten die Besucher nach einem außergewöhnlichen Einkaufsbummel.  

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