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ÖPNV-Region Rostock : Ein Sonderticket zum Jubiläum

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Verkehrsverbund Warnow feiert 20-jähriges Bestehen und befördert 62 Millionen Passagiere jährlich. E-Ticket in Vorbereitung #wirkoennenrichtig

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erstellt am 30.Aug.2017 | 05:00 Uhr

Ein Zusammenschluss als Erfolgsmodell: 62 Millionen Fahrgäste werden aktuell pro Jahr vom Verkehrsverbund Warnow (VVW) durch die Hansestadt und den Landkreis bewegt. Ob per Straßenbahn, Bus, S-Bahn, Regionalzug oder Fähre – zwischen Bad Sülze und Rerik, Warnemünde und Linstow gilt seit 20 Jahren das Motto „Ein Ticket, ein Tarif, eine Region“.

Noch kurz nach der Wende brauchten die Rostocker fünf Einzeltickets, um zum Beispiel von Markgrafenheide nach Kritzmow zu kommen. Mit Zusammenlegung der unterschiedlichen Verkehrsbetriebe zum Verbund war damit Schluss – ein einheitlicher Tarif samt Fahrplan erleichterte die Nahverkehrsnutzung. Damit war die Hansestadt der erste Ort der neuen Bundesländer, der einen solchen Verbund einführte und bis heute an dem Modell festhält.

„Aktuell sind fünf Unternehmen beteiligt: Rostocker Straßenbahn AG (RSAG), DB Regio AG, Regionalbus Rostock GmbH (Rebus), Weiße Flotte GmbH und Mecklenburgische Bäderbahn Molli GmbH“, sagt VVW-Geschäftsführerin Andrea Doliwa. Seit dreieinhalb Jahren leitet die 44-Jährige die Geschicke des Verbunds und ist Vermittlerin zwischen den Unternehmensinteressen. Immer im Blick dabei die Wünsche der zahlreichen Nutzer. „Hauptzielgruppe sind für uns die Einwohner. Deren Belangen haben wir uns in 20 Jahren immer wieder angepasst, zum Beispiel mit der Einführung von Schüler-, Senioren- oder Semestertickets“, so Doliwa. Eine Erweiterung des Gebietes, zum Beispiel Richtung Ribnitz, würde laut der regelmäßigen VVW-Erhebungen von den Kunden gewünscht und sei vorstellbar, müsse aber von außen und nicht aus dem Verband heraus angestoßen werden. Bereits seit fünf Jahren etabliert und beliebt sei das Interconti-Ticket, das auch in Dänemark gilt, erklärt die Geschäftsführerin. In ihrem Büro steht noch heute „ein Regalmeter voller Papier-Fahrpläne“. Mittlerweile agiert der Verbund, der für die Koordination von Tarif, Vertrieb und Fahrplan zuständig ist, zunehmend digital – mit elektronischer Auskunft, App und Echtzeitdaten. „Ich bin Verfechterin der Erweiterung technischer Systeme, deshalb arbeiten wir an einer Lösung zur Verbesserung der Anschlüsse und – ganz aktuell – auch am Mobile Ticketing“, sagt Andrea Doliwa. Spätestens Anfang 2018 soll es erste Handyfahrscheine geben.

Ganz klassisch ist dagegen das Jubiläums-Ticket, das anlässlich des 20. Geburtstages angeboten wird. Am 9. und 10. September können Interessenten zum Tages-Sonderpreis alle Fahrzeuge im gesamten Verbundgebiet nutzen. Nur der Molli ist ausgeschlossen. Dafür können die Nutzer dann aber zum Beispiel beim Tag des offenen Denkmals am 10. September durch Stadt und Kreis reisen.

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