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#wirkoennenrichtig Historisch : Ein Grab für die toten Soldaten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

In jeder Wochenendausgabe der NNN veröffentlichen wir historische Ansichten unserer Hansestadt Rostock.

svz.de von
erstellt am 07.Jan.2017 | 15:00 Uhr

In alten Zeiten suchte man auf Kirch- oder Friedhöfen Soldatengräber vergebens. Krieger fanden ihre letzte Ruhestätte meist auf dem Schlachtfeld. 1870 und 1871 waren Verwundete des Deutsch-Französischen Krieges in Rostocker Lazarette gebracht worden, wo einige von ihnen verstarben. Bestattet wurden sie auf dem ersten Soldatenfriedhof der Stadt im heutigen Lindenpark. Eine Engelsfigur aus der Werkstatt des Berliner Architekten Richard Lucae (1829-1877) wachte über die 26 toten Soldaten (Foto 1975). Sie verschwand – wohl 1977 – unter nicht geklärten Umständen. In unmittelbarer Nachbarschaft des Ehrenfeldes entstand übrigens zeitgleich eine Grabanlage für zwölf in Rostock verstorbene französische Kriegsgefangene. Eine Steinsäule erinnerte an sie. Auch dieses Mahnmal ging verloren, 2015 wurde es mit Unterstützung der Jahresköste der Kaufmannschaft durch ein modernes ersetzt.

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