Buchholz : Dorfkirche wird restauriert

Ungewohntes Bild: Alle 44 Kirchenbänke wurden aus dem Mittelschiff abmontiert, um sie neu aufzuarbeiten. Tatkräftige Hilfe bekam Pastor Martin Kumlehn hierbei von vielen Freiwilligen.  Fotos: akin
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Ungewohntes Bild: Alle 44 Kirchenbänke wurden aus dem Mittelschiff abmontiert, um sie neu aufzuarbeiten. Tatkräftige Hilfe bekam Pastor Martin Kumlehn hierbei von vielen Freiwilligen. Fotos: akin

Sanierung nach Feuchtigkeitsschäden im Querschiff des Buchholzer Gotteshauses kostet 170 000 Euro #wirkoennenrichtig

svz.de von
04. Mai 2017, 08:00 Uhr

Feuchtigkeit, Salze und Zeit haben der Dorfkirche aus dem Jahr 1925 in Buchholz zugesetzt. Deswegen wird der sakrale Bau jetzt saniert. „Die Arbeiten finden im Querschiff der Kirche statt“, erklärt Pastor Martin Kumlehn. 170 000 Euro wird die Restaurierung kosten. „Je ein Drittel werden von der Kirchengemeinde, dem Kirchenkreis Mecklenburg und Stiftungen getragen“, sagt Kumlehn. Geplant ist, die Wände im Querschiff zu entfeuchten, neu zu verputzen und zu bemalen, die Elektroinstallationen sowie das Kirchengestühl zu erneuern.

In den vergangenen Wochen wurden für die anstehenden Arbeiten schon fleißig Vorbereitungen geleistet. „Das geschah ganz viel in Eigenleistung und in Zusammenarbeit mit dem neuen Verein Wir für Uns Buchholz“, erklärt der Pastor. So haben etwa 20 Freiwillige in der vergangenen Woche die 44 Bänke, alle jeweils vier Meter lang, zur Aufarbeitung abmontiert und Schächte entlang der Wände ausgehoben. „Das Problem sind die Feuchtigkeit in den Steinen und die Salze, die den Putz kaputt machen“, sagt Martin Kumlehn. „Die Grundmauer zieht die Feuchtigkeit hoch.“ Zwar habe es bereits vor zehn Jahren eine Kiesschüttung gegeben, die das Problem mit dem Wasser eindämmen sollte, aber: „Es braucht sehr viel Zeit, die Feuchtigkeit aus den Steinen zu bekommen. Bestimmt noch einmal zehn Jahre“, vermutet der Pastor. Denn der Regen fließt an der Außenmauer hinab und sickert hier ins Erdreich. „Eine Feuchtigkeitssperre wie bei einem Wohnhaus ist hier nicht möglich“, erklärt er.

Läuft alles nach Plan, sollen die Arbeiten, die von Restaurator Jörg Schröder geleitet werden, im Oktober beendet sein. „Wir hoffen, dass wir im November dann alles wieder einbauen können“, sagt Kumlehn. Geht es nach dem Pastor, soll der Bau bis zum Jahr 2025, zum 100. Jubiläum der Kirche, durchsaniert sein. „Vor drei Jahren wurde bereits das Mittelschiff saniert und die Orgel 2007. Jetzt fehlen noch der Altar, die Kanzel und der Turm. Aber das ist sehr kostenintensiv“, erklärt Martin Kumlehn. Solange die Kirche restauriert wird, wird das Mittelschiff für Kunstveranstaltungen genutzt.

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