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Warnemünde : „Doberan“ bleibt am Alten Strom

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Firmenchef Dirk Kuhla freut sich, dass der ehemalige Fischkutter „WAR 47“ den rot-weißen Anstrich behalten darf / Sanierung geht weiter

svz.de von
erstellt am 07.Mär.2017 | 11:50 Uhr

Der Kutter „Doberan“ am Alten Strom darf seinen typisch rot-weißen Anstrich behalten. Hinter diesem harmlos klingenden Fakt verbirgt sich eine wichtige Botschaft: Eigner Dirk Kuhla aus Spremberg einigte sich per Vertrag mit der Stadt darauf, dass die ehemalige „WAR 47“ am Alten Strom bleiben darf. Ohne diese Genehmigungen hätte das Schiff das Ostseebad verlassen und sich vom rot-weißen Anstrich trennen müssen. Dann hätte es einen blau-weißen gegeben, wie es in Norwegen üblich ist. Das wäre eine Gefahr für die Postkartenidylle vom Alten Strom gewesen. Daher ist die Freude groß. Jetzt gibt es einen Wechsel bei den Liegeplätzen. Geschäftsmann Kuhla, der ein Unternehmen für Natursteinhandel sowie einen Forstbetrieb unterhält, will das Schiff technisch und äußerlich auf Vordermann bringen. Dafür hat er extra eine Firma für Erlebnisgastronomie gegründet.

Den romantischen Traum vom eigenen Kutter für Angelfahrten nach Norwegen und touristische Ausflüge auf der Ostsee verfolgt er schon seit über fünf Jahren. So lange hat der 49-Jährige die Pläne in der Schublade liegen. „Dabei kann ich mir als Kaufmann Romantik nicht wirklich leisten“, schmunzelt der vielseitige Unternehmer. Am Ende müsse so ein Projekt bezahlt und der Kutter erhalten werden. Um die „Doberan“ technisch und für das geplante Ziel zu sanieren, investiert Kuhla etwa 100 000 Euro. Außen an Deck wurde schon viel entrostet und aufgewertet. Jetzt sollen der ehemalige Fischraum und die Mannschaftslogis umgebaut werden. Für sechs Gäste und zwei Crewmitglieder ist auf dem Schiff bei Übernachtungen Platz. Momentan laufen Gespräche mit der Bundesgenossenschaft See und den Stellen für die technischen Klassifizierungen. Diese legen fest, welche Routen die „Doberan“ fahren darf und welche Kriterien erfüllt sein müssen.

Die „Doberan“ soll eine historische Besegelung wie die alten Zeesboote erhalten. „Am liebsten möchte ich schon bei der Hanse Sail dabei sein“, benennt Kuhla ein Ziel. Um flexibel fahren zu können, benötigt er zwei Crews und Kapitäne mit großem Patent. Entsprechende Mitstreiter, die vom Erhalt des Kutters ebenfalls begeistert sind, haben sich aber bereits gemeldet.

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