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Galerie in Warnemünde : Der Renovierung folgen spannende Künstler

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Ausblick auf die ersten Ausstellungen des neuen Jahres in der Galerie Möller Am Strom 68. #wirkoennenrichtig

svz.de von
erstellt am 06.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Nur noch heute zeigt die Galerie Möller die Grafiken von Inge Jastram. „Danach renovieren wir“, informiert Ulrike S. Möller. Die Wiedereröffnung startet am 19. Januar mit der Künstlerin Annegret Fahr.

Die Zeichnung als künstlerisches Mittel des Ausdrucks zieht sich wie ein roter Faden durch alle Ausstellungen des Jahres. „Sie ist für mich die ,Mutter aller Künste’ und Annegret Fahrs Metier“, sagt Möller. Annegret Fahr studierte Theologie und Architektur, aber hauptsächlich das Leben. Ihre Zeichnungen faszinieren und rühren. Menschen, Menschlein, Tiere, Boote, Landschafts- oder Raumstrukturen sind in alltäglichen Situationen festgehalten, die zwar das unmittelbar Erlebte wiederzugeben scheinen, aber auch etwas von Annegret Fahrs Sicht auf die Welt preisgeben.

Seitdem die Galerie die erste war, die mit Moritz Götze eine Ausstellung geplant hat, hält er ihr die Treue. 1990 war er ein relativ unbekannter Künstler. Aber seit 1989 gibt es keine wesentliche Rezension über Bildende Kunst der DDR, in welcher der 1964 geborene Möbeltischler und künstlerische Autodidakt nicht steht. Nicht weil er ein Vertreter der DDR-Kunst ist, sondern weil er ein eigenständiges und auffallendes, den internationalen Vergleich nicht zu scheuen brauchendes Werk schafft. Schon vor fast 30 Jahren war seine Kunst erfrischend unakademisch, mit dem dilettantisch wirkenden Zeichenstil und der häufig grellen Farbigkeit.

Zeitgleich stellt die norddeutsche Schmuckdesignerin Simone Mönch vom 2. März bis 11. April aus. Damit setzt die Galerie ihre Reihe zur Förderung der Schmuckkunst fort. Mönch hat mit eigenwilligen Objekten jede thematische Exposition der Galerie bereichert.

Die Ausstellungsreihe der Künstlerpaare wird verändert. Sie werden nicht mehr gemeinsam, sondern immer nacheinander ausgestellt. Die Magdeburger Helga und Frank Borisch (13. April bis 30. Mai) gehören zu den ältesten Künstlerfreunden der Galeristen. Beide sind mit dem Theater verbandelt. Sie hat in Dresden Puppen und Bühnengestaltung studiert, er Bühnenbild. Schon Jahrzehnte haben sie das Feld der zweckgebundenen Arbeiten verlassen. Helga spielt mit ihrer Persönlichkeit und Kunst eine ähnliche Rolle in Sachsen-Anhalt wie Inge Jastram in Mecklenburg.

Parallel zu Frank Borisch zeigt Nora Fiege aus Berlin vom 1. Juni bis zum 11. Juli „EOS Light Jewellerys“. „Das wird die ungewöhnlichste Schmuckausstellung seit Jahren“, so Möller. Vom 13. Juli bis 22. August gibt es bei der Ausstellung „Die dagelassenen“ die Möglichkeit der Wiederbegegnung mit Arbeiten, von denen sich die Galeristen nach Ende der Expositionen nicht trennen mochten.

Heike Roesners „Geschichten aus Papier“ genießen eine ständige, augenfällige Präsenz. Die studierte Malerin verarbeitet Gebrauchtpapiere aus aller Welt zu Schmuck. Ihre ganze Hingabe gehört jetzt geschichtenerzählenden Figuren.

Vom 24. August bis 3. Oktober gibt es eine Wiederbegegnung mit der spritzigen und witzigen Zeichenkunst des Potsdamers Wolf-Dieter Pennig. Die dritte Künstlerin, die sich Papier verschrieben hat, ist Hilde Janich mit Pergamentschmuck.

Die Reihe der „Vielseitigen Künstler“ gibt vom 5. Oktober bis 14. November Einblick ins Schaffen von Rainer Henze. Seine Metallskulpturen und Grafiken betitelte er mit „Figuren – Theater“.

Den Abschluss bilden vom 16. November bis 2. Januar zwei bekannte Künstler. Es gibt Druckgrafiken von Walter Herzog und Schmuck von Monika Oly zu sehen.

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