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Rostock : Der Reiz der Tiefe

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Martin Flietel übernimmt Rostocks älteste Tauchschule #wirkoennenrichtig

von
erstellt am 21.Jul.2017 | 21:00 Uhr

„Die Ostsee ist ein tolles Tauchgebiet“, sagt Martin Flietel. „Das will immer keiner glauben, aber es stimmt.“ Flietel muss es wissen. Als passionierter Taucher und Lehrer hat er schon so manche Unterwasserlandschaft erkundet, war jahrelang auf einer Station am Roten Meer tätig. Plattfische, Seehasen, Steinfelder und Seegraswiesen: „Auch Quallen sehen unter Wasser wunderschön aus, wenn sie ihre Tentakel entfalten“, schwärmt Martin Flietel. Mergelbänke, die wie riesige Canyons unter Wasser Strukturen in den Meeresboden formen, sind wahre Tummelplätze für alle möglichen Tiere. Seesterne in den unterschiedlichsten Farben, Schnecken und Krebse gehören dazu.

Anders als im Roten Meer, wo Schnorchel und Taucherbrille reichen, sind in der Ostsee richtige Tauchgänge nötig, um die Schönheit der Unterwasserwelt zu erleben. Und die Zahl derjenigen, die sich zu Kursen anmelden, wird immer größer.

Gerade hat Martin Flietel das Blue Life Center übernommen, Rostocks älteste Tauchschule. „Ulrich Floss hat sie Anfang der 90er-Jahre gegründet“, sagt Martin Flietel und lächelt. „Bei ihm kaufte mein Vater seinen ersten Atemregler.“ Damals befand sich die Schule noch am Hannes-Meyer-Platz in Dierkow, später zog sie in den Stadthafen. Heute, 25 Jahre später, hat das Tauch-Center wieder einen Umzug hinter sich und ist jetzt in der Langen Straße zu finden. Neben einem Shop betreibt Flietel dort eine Werkstatt. Dabei unterstützt ihn sein Mitarbeiter Ralph „Haui“ Hauer. „Er ist ein wahres Schrauber-Urgestein. Das ist wichtig, denn beim Tauchen kommt es auf Vertrauen an. Mitunter hängt dein Leben davon ab, dass die Technik einwandfrei funktioniert“, sagt Flietel.

In der Tauchschule im Obergeschoss des Centers gibt es Kurse nach dem Standard der Scuba Schools International. Fünf zusätzliche Tauchlehrer unterstützen den Inhaber. In kleinen Kursen können hier Tauchscheine von der Basis bis hin zu verschiedenen Spezialisierungen erworben werden. „Das hängt immer davon ab, was man vorhat – tauchen im Meer, in der Tiefsee, Unterwasserfotografie, Wracktauchen.“

In die Ostsee gehen Flietel und seine Kollegen mit den Schülern von Börgerende aus. „Man kann sagen: Alles, was westlich der Warnow liegt, ist unter Wasser sehr attraktiv“, so Flietel. „Je schlechter der Strand für den Menschen desto besser sieht es unter Wasser aus.“

Bei der Hanse Sail werden sich Flietel und sein Team am Tauchcontainer im Stadthafen präsentieren.

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