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Präsentation in Rostock : Der lange Weg zum Klosterbuch

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Rostocker Professor Ernst Münch prägt zweibändiges Standardwerk maßgeblich mit. Vorstellung am kommenden Mittwoch #wirkoennenrichtig

Sieben Jahre haben mehr als 60 Autoren und zahlreiche Kooperationspartner am Mecklenburgischen Klosterbuch mitgewirkt, mehr als 20 Magister-, Master- und Staatsexamensarbeiten sind in Verbindung mit diesem Werk entstanden. Am 15. März um 16 Uhr stellen Herausgeber und Verlag in der Rostocker Universitätskirche das Mecklenburgische Klosterbuch vor, das schon jetzt zum Standardwerk zu diesem Thema avanciert ist.

Das zweibändige Buch beleuchtet die 43 Klöster und Stifte, Kommenden und Prioreien, die zwischen dem 10. und 16. Jahrhundert in Mecklenburg gegründet wurden. Herausgegeben wird es im Hinstorff Verlag, aber maßgeblich tragen sie die Handschrift von Professor Ernst Münch vom Historischen Institut der Universität Rostock, von Professor Wolfgang Huschner, Uni Leipzig, Professor Wolfgang Eric Wagner, einst Wissenschaftler der Uni Rostock, jetzt Uni Münster, und Dr. Cornelia Neustadt, ebenfalls Uni Leipzig.

„Den Autoren ist es hervorragend gelungen, die mecklenburgische Klosterlandschaft als integralen Bestandteil mecklenburgischer Geschichte im Mittelalter und ihrer Einbettung in überregionale Zusammenhänge darzustellen“, würdigt Rostocks Uni-Rektor Professor Wolfgang Schareck. Rostock sei immer schon ein wichtiges Zentrum auch der Klostergeschichte mit vielfältigen Beziehungen zur Landesuniversität, insbesondere zur Theologischen Fakultät, gewesen. Der Rektor sieht das, wie er sagt, gelungene Werk auch als einen „Beitrag zum Doppeljubiläum Stadt und Universität Rostock 2018 und 2019“. Zudem würde die Klostergeschichte über den engeren Kreis der Fachleute hinaus für die Ausbildung und Festigung regionaler Identität bis hin zur systematischen Einbeziehung in den Tourismus und seine Routen künftig Bedeutung haben.

In Schwerin ist das Klosterbuch bereits vorgestellt worden und hat durchweg positive Resonanz erhalten. Andreas von Maltzahn, Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern der Nordkirche mit Sitz in Schwerin, sagt: „Ich freue mich sehr über das neue Mecklenburgische Klosterbuch. Dieses gibt wissenschaftlich fundiert Auskunft über Klöster, Stifte, Kommenden und Prioreien. Es leistet damit einen wertvollen Beitrag zur Kultur- und Religionsgeschichte unseres Landes. Dass das religiöse und spirituelle Wirken der Klöster dabei eine wichtige Rolle spielt, freut mich besonders.“

Die Klöster und Stifte Mecklenburgs waren über viele Jahrhunderte religiöse, wirtschaftliche und soziale Zentren der Region. Von ihnen gingen prägende kulturelle Einflüsse aus, die noch heute ihre Auswirkungen haben. Die beiden Bände widmen sich neben allgemeinen Informationen wie Ordenszugehörigkeit und Topografie wichtigen Fragen, die nach dem neuesten Forschungsstand beantwortet werden: Geschichte bis zur Säkularisation und Nachnutzung, Verfassungsordnung, Besitzgeschichte und Wirtschaftsordnung, religiöses und spirituelles Wirken, gesellschaftlicher Einfluss, Bau- und Kunstgeschichte, Siegel, Archivalien, Dokumentationen und gedruckte Quellen sowie weiterführende Literatur.

Eva Maria Buchholz, Leiterin des Hinstorff Verlages, freut es, dass das zweibändige Werk bei Wissenschaftlern und Studenten, aber auch einer breiten kulturgeschichtlich interessierten Leserschaft auf Interesse stößt. Das belegen die bisherigen Verlaufszahlen: „Von den 800 Exemplaren der ersten Auflage haben wir bereits fast 250 Stück verkauft – Neuauflage nicht ausgeschlossen“, sagt die Verlags-Chefin. Sie blickt zurück: „Als die Herausgeber vor acht Jahren auf den Hinstorff Verlag zukamen, haben wir uns gefreut, dass wir als Verlag mit regionalem Schwerpunkt das Mecklenburgische Klosterbuch publizieren dürfen.“

2012 wurde das Buch zum ersten Mal „in unserem Katalog angekündigt – als einbändiges Werk mit 720 Seiten und 500 Abbildungen“. Daraus ist im Verlauf der weiteren interdisziplinären Forschungsarbeit ein Werk doppelten Umfangs geworden: So erschienen im November 2016 zwei Bände mit insgesamt 1424 Seiten und doppelt so vielen Abbildungen wie ursprünglich geplant. „Es ist für unseren Verlag ein nicht nur sehr bedeutendes, sondern – mit über sieben Kilogramm Gewicht – auch ein sehr gewichtiges Buch.“





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