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Viele Baustellen in Rostock : Der Baubetrieb brummt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Biomedicum, Stasi-Knast, Blücherstraße in Vorbereitung #wirkoennenrichtig

von
erstellt am 03.Mär.2017 | 20:45 Uhr

Bis 2019 soll die größte Baustelle des Landes, die Zentrale Medizinische Funktionen (ZMF) auf dem Gelände der Uniklinik in der Schillingallee, abgeschlossen sein. „Wir sind absolut im grünen Bereich“, sagt Uwe Sander vom Geschäftsbereich Hochschul- und Klinikbau des Betriebs für Bau und Liegenschaften (BBL) MV. Bis September soll der Rohbau stehen und Richtfest gefeiert werden. Insgesamt ist das Projekt mit 143 Millionen Euro veranschlagt.

Der BBL mischt aber weit über das ZMF hinaus auf Rostocks Baustellen mit. Beispielsweise plant er ab Herbst die Sanierung der ehemaligen Stasi-U-Haft für rund 3,8 Millionen Euro. Das Geld schießen je zur Hälfte das Land und der Bund zu. „Es wird eng mit dem Amt für Denkmalschutz abgestimmt“, sagt BBL-Chef Heinz-Gerd Hufen. Denn außer der Verlegung des Haupteingangs in den Grünen Weg soll nicht umgebaut, sondern nur die Substanz gesichert und der Brandschutz gewährleistet werden. Schließlich gehe es darum, einen Eindruck von den Bedingungen zu vermitteln, denen die Gefangenen ausgesetzt waren. Da das Telekom-Gebäude neben dem Turm der Philosophischen Fakultät an der August-Bebel-Straße noch in diesem Monat abgerissen wird, verbessert sich auch der Zugang zum Stasi-Dokumentationszentrum.

Darüber hinaus laufen derzeit die Vorbereitungen für das Biomedicum neben dem Parkhaus in der Kopernikusstraße auf Hochtouren. „Wir sind mit der Entwurfsplanung durch“, sagt Sander. Bis Mitte kommenden Jahres soll die Detailplanung vorliegen. Für die folgende Bauzeit rechnet der Spezialist mit rund zwei Jahren. Der 20 Millionen Euro teure Neubau ermöglicht eine bessere Ausbildung der Mediziner. Beispielsweise können dank einer virtuellen Umgebung extrem realitätsnahe Notfallsituationen nach Unfällen simuliert werden. Dabei kommen auch Puppen zum Einsatz, die plötzlich gefährliche Symptome aufweisen, sich beispielsweise über Übelkeit beklagen. Außerdem „wird auch am lebenden Objekt trainiert“, so Hufen. Vorgesehen sei, dass Schauspieler der Hochschule für Musik und Theater blutüberströmte Unfallopfer mimen.

Ein weiteres großes Projekt ist die Sanierung des ehemaligen Polizeireviers in der Blücherstraße. Sie soll frühestens Ende kommenden Jahres starten und im dritten Quartal 2022 abgeschlossen sein. Für 34,4 Millionen Euro entsteht dort ein neues Behördenzentrum. „Alles, was derzeit im Hochhaus in der Erich-Schlesinger-Straße sitzt, kommt da rein“, sagt Robert Klaus, der den BBL-Geschäftsbereich Schwerin leitet. Größter Nutzer werde das Landesamt für Gesundheit und Soziales, das zwei Drittel der insgesamt 9000 Quadratmeter beziehen wird. Für dessen Mitarbeiter werden zudem noch neue Labore errichtet.

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