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wirkoennenrichtig heimat : Den Möglichkeiten entsprechend gut entwickelt

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Bürgermeisterin Irmgard Rautenberg im Gespräch

svz.de von
erstellt am 16.Feb.2017 | 15:00 Uhr

Wer in die Gemeinde kommt, dem fällt der dörfliche Charakter auf. Was macht Pölchow Ihrer Meinung nach lebens- und wohnenswert?

Eben der dörfliche Charme. Hier hat man noch Raum zum Leben und kann die Natur genießen. Aber wir wohnen auch nur 1,5 Kilometer von der Autobahn entfernt und dicht an Rostock dran. In etwa 10, 20 Minuten ist man in der Großstadt. Zudem haben wir in Wahrstorf und Huckstorf einen eigenen S-Bahn-Halt. Das ist ein großer Vorteil und auch ein Grund, warum wir ein beliebter Wohnort sind.

Wie hat sich die Gemeinde in den vergangenen Jahren entwickelt?

Von den Einwohnerzahlen her haben wir uns seit Anfang der 90er-Jahre verdoppelt. Denn wir haben einige Wohngebiete entwickelt wie die ökologische Siedlung An der Warte, Königsmoor und zuletzt das Gebiet am Gutshaus. Dadurch sind viele junge Leute in die Gemeinde gezogen.

Wie sieht es eigentlich mit der Infrastruktur aus?

Wie haben zwar nicht so eine ausgeprägte Infrastruktur wie zum Beispiel unsere Nachbargemeinden Papendorf oder Kritzmow, aber wir haben es in den vergangenen 25 Jahren geschafft, die Gemeindestraßen in Ordnung zu bringen. Und wir haben in jedem Ortsteil einen Kinderspielplatz. Wir haben auch keinen Nahversorger hier. Da sind wir auf unsere Nachbargemeinden angewiesen. Bis Anfang der 2000er-Jahre waren die beiden Wohnblöcke noch in unserem Eigentum, aber die wurden verkauft, denn die haben die Gemeinde finanziell sehr belastet.

Wie steht es denn finanziell um die Gemeinde?

Wir sind eine strukturarme, finanziell schwache Gemeinde ohne Gewerbegebiet. Daher leben wir von den Zuweisungen der Pro-Kopf-Umlage. Das ist ein Nachteil, weil wir dann eben auch viele gemeindliche Aufgaben nicht so gut machen können wie andere Gemeinden. Deswegen macht uns das Gutshaus im Moment auch Bauchschmerzen, das in unserem Besitz ist. Das Problem ist die Bausubstanz. Es ist bis auf die Kita, das Bürgermeisterbüro und die Räume des Gemeindevereins leer gezogen. Und wir sind nicht in der Lage, es so zu sanieren, wie wir es müssten. Daher wird jetzt nach Lösungen gesucht. Aber trotzdem haben wir uns den Möglichkeiten entsprechend gut entwickelt.

Bedeutet?

Wir haben in der Zwischenzeit wieder einen Kindergarten.

Ist altersgerechtes Wohnen ein Thema in Pölchow?

Ja, da haben wir schon drüber gesprochen. Eine Idee wäre eventuell, das Gutshaus dafür zu nutzen. Gerade beim Punkt Nahversorger machen wir uns Gedanken, wie wir die Senioren in die Großstadt bekommen, die nicht Bus oder Bahn nutzen. Eine Möglichkeit wäre beispielsweise ein Bürgerbus, der bei Bedarf fährt.

Wo geht es zukünftig hin?

Wir wollen, dass es ländlich bleibt. Daher haben wir uns als Gemeindevertretung vor zwei Jahren gegen ein großes Wohngebiet ausgesprochen.

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