Warnemünde : Cortronik hofft auf Neubau

Auf dieser Fläche im Wiesenweg, wo einst die Boote des Anglervereins lagen, soll der Neubau von Cortronik entstehen.
Auf dieser Fläche im Wiesenweg, wo einst die Boote des Anglervereins lagen, soll der Neubau von Cortronik entstehen.

Medizintechnik-Firma möchte Herstellungskapazitäten erweitern. Pläne liegen aber vorerst auf Eis #wirkoennenrichtig

svz.de von
11. Januar 2018, 11:50 Uhr

Der Ortsbeirat von Warnemünde steht den Erweiterungsplänen des Medizintechnik-Herstellers Cortronik im Technologiezentrum Warnemünde (TZW) im Wiesenweg offen gegenüber. In der öffentlichen Sitzung am Dienstag wurde das Vorhaben vom Prinzip her befürwortet, da Cortronik auch sonst keine Chance hat, sich in den vorhandenen Gebäuden zu erweitern. Allerdings ist es dem ehrenamtlichen Bürgergremium wichtig, dass die Bedenken und Sorgen der Anwohner aus dem Weg geräumt werden.

Ein Kritikpunkt für Nachbarn betrifft die Geräusche der Lüftung. „Es wäre wichtig, dass die Belüftungsanlage mit einem Schallschutz zur Seite der Wohnhäuser versehen wird“, forderte ein Anwohner. Er kündigte in der Sitzung an, sich sonst gerichtliche Schritte vorzubehalten. „So ein Schallschutz ist technisch machbar und die entsprechenden Möglichkeiten werden geprüft“, versprach Marc Hackmann, Geschäftsführer von hkc Architekten und Ingenieur-Consult. Bis dahin liegen die Pläne auf Eis.

Der Neubau wird als Produktions- und Arbeitsstätte zur Herstellung von medizinischen Geräten für die Kardiologie und Kardiochirurgie benötigt. Bei dem Gewerbe handelt es sich um die Produktion in einer Laboreinrichtung gemäß des bestehenden Ablaufs im Hauptgebäude der Cortronik GmbH. Der Schwerpunkt der Produktion liegt auf der Herstellung und Entwicklung von Stents, die beispielsweise nach einem Herzinfarkt als Gefäßstützen eingesetzt werden. Ziel ist die Symbiose aus Forschung und Entwicklung. Da die Arbeiten aus hygienischen Gründen in geschlossenen Räumen erfolgen, dringt kein Lärm zu den Anwohnern nach draußen. Der Neubau soll 31 Meter lang, 27 Meter breit und etwa 14 Meter hoch werden. Das Erdgeschoss erhält eine Klinkerfassade, das Obergeschoss eine aus Metall. Es ist ein Flachdach mit Kies darauf vorgesehen. In das Vorhaben werden knapp 1,2 Millionen Euro investiert.

Es sind für den Neubau zehn Stellplätze erforderlich, sieben entstehen im Freien, für drei ist eine Ablöse zu zahlen.

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