Uni Rostock : Bücher wechseln ihren Standort

Bereichsbibliothek in der Schwaanschen Straße: Der Direktor der Universitätsbibliothek Rostock, Robert Zepf, ist froh über den reibungslosen Ablauf des Umzugs.
Bereichsbibliothek in der Schwaanschen Straße: Der Direktor der Universitätsbibliothek Rostock, Robert Zepf, ist froh über den reibungslosen Ablauf des Umzugs.

Unibibliothek bereitet sich schon jetzt auf großen Umzug in den Neubau am Campus Ulmenstraße im Jahr 2024 vor

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13. Dezember 2017, 08:00 Uhr

Wenn eine Bibliothek umzieht, ist logistische Präzisionsarbeit gefragt. Derzeit bekommen das die Mitarbeiter der Campusbibliothek Innenstadt der Universität Rostock zu spüren – sie siedeln seit dem 27. November mit ihrem gesamten Bücher- und Zeitschriftenbestand um. „Wir verlagern und optimieren unseren Fundus. Die zuvor separat aufgestellten Zeitschriften werden dann zusammen mit den Büchern in einem Haus zu finden sein“, erklärt Robert Zepf, Direktor der Universitätsbibliothek. Damit bereite sich die Einrichtung auf den für 2024 geplanten Umzug in den Neubau auf dem Ulmencampus vor.

Über 26 Kilometer Literatur und 3,5 Kilometer Regale, Mobiliar und Technik wechseln aktuell ihre Standorte. „Das ist schon eine große logistische Herausforderung. Vor einem Jahr begannen die Vorbereitungen und Planungen. Wir haben ein Berliner Umzugsunternehmen engagiert, das auf Bibliotheks- und Archivumzüge spezialisiert ist“, berichtet Zepf.

Gut geschützt werden die Bücher und Zeitschriften in speziellen Rollschränken und Kisten an ihren neuen Standort gebracht und auf den Zentimeter genau geplant wieder in die Regale einsortiert. „Mit einem Computerprogramm wurde ausgerechnet, wie viele Bücher in die Regale passen“, erklärt Zepf.

Im Michaeliskloster in der Altbettelmönchstraße, der einstigen Geschichtsbibliothek, wird künftig die Philosophie und Theologie beheimatet sein. Aufgrund der baulichen Gegebenheiten im Kloster werden für den Umzug Rampen und Förderbänder genutzt. Der Fachbereich Geschichte zieht in die August-Bebel-Straße und die Sprach- und Literaturwissenschaften in die Schwaansche Straße. Einzig die Sondersammlungen verbleiben an ihrem alten Standort im Michaeliskloster. „Die Mitarbeiter des Unternehmens sind von Montag bis Freitag den ganzen Tag unterwegs, sodass wir noch vor Weihnachten fertig sein werden. Ziel ist es, die tägliche Arbeit der Mitarbeiter und vor allem der Studenten nicht zu stark einzuschränken“, sagt Robert Zepf.

Neben dem Umzug der Fachliteratur und des Mobiliars werden zusätzliche Nutzer- und Gruppenarbeitsplätze in allen Bereichsbibliotheken eingerichtet. „Es wurden ergonomische Möbel beschafft, die flexibel den Räumen angepasst werden können“, erzählt Sylvia Sobiech, Leiterin der Abteilung Sondersammlungen und Öffentlichkeitsbeauftragte, „außerdem können künftig mit Stellwänden Scanner und Drucker eingehaust sowie Arbeitsbereiche voneinander abgetrennt werden“. Das solle den Lärmschutz verbessern.

Bereits vor einigen Wochen wurde die Verlegung der juristischen Bibliothek von Lichtenhagen in die Südstadt abgeschlossen. Möglich wurde dies durch die Inbetriebnahme eines Außenmagazins im Tannenweg. „Im Magazin befindet sich Literatur, die seltener genutzt wird. Die Nutzer können aber diese jederzeit anfordern“, so Sobiech.

Für die Studenten ergeben sich durch den Umzug keine Nachteile. Jedes Buch ist innerhalb von 24 Stunden wieder verfügbar. „Unsere IT-Abteilung schreibt in den Abendstunden die Bestände um und informiert die Nutzer über den neuen Standort“, erklärt Robert Zepf.

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