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Rostock : Brücke bleibt noch ein Jahr Baustelle

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Wegen des vielen Niederschlags im Herbst und Frühjahr wird die Maßnahme in der Warnowallee erst 2018 beendet statt wie geplant bereits im September #wirkoennenrichtig

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erstellt am 22.Jul.2017 | 16:00 Uhr

Sie ist die direkte Verbindung zwischen dem Zentrum Lütten Klein und der B 105. Auch, um zur Stadtautobahn zu gelangen, müssen Autofahrer die Brücke in der Warnowallee passieren. Doch die stark befahrene Straße am Warnow Park führt den Verkehr seit Monaten durch ein einspuriges Nadelöhr. „Seit einem Jahr existiert dort eine Baustelle, aber nach meinen Erkenntnissen passiert dort relativ wenig“, wendet sich NNN-Leser Jens Schröder an unsere Redaktion. Im Frühling seien dort ein paar Arbeiter zu sehen gewesen – „aber so schnell die da waren, waren sie auch wieder weg“, so Schröder. Auch in drei Wochen urlaubsbedingter Abwesenheit habe sich nichts getan.

Die Stadtverwaltung bekräftigt diesen Eindruck: Nach dem Baubeginn im August 2016 sollten die Arbeiten an der Brücke eigentlich im September 2017 beendet werden. Durch schwierige Witterungsbedingungen im Herbst und Frühjahr sei dies jedoch nicht leistbar gewesen. Die Abdichtungsarbeiten auf dem Nordüberbau erfordern Temperaturen von mehr als 5 Grad Celsius und Trockenheit, erklärt Matthias Gaede, Sachbearbeiter Brückenbau im Amt für Verkehrsanlagen. Diese konnten wegen Regen und Schneefällen im Oktober und November 2016 nicht wie geplant ausgeführt werden, sondern erst im Frühjahr 2017, erklärt Gaede.

Auch das wechselhafte und ungewöhnlich regenreiche Frühjahr habe die Abdichtungsarbeiten erst Anfang Juli 2017 zugelassen, sodass es bedauerlicherweise zu großen Verzögerungen gekommen sei, heißt es aus dem Amt. Eine Installation von Schutzmaßnahmen gegen Niederschläge sei aufgrund der großen Fläche wirtschaftlich nicht vertretbar gewesen, so Gaede.

Etwa 1,5 Millionen Euro investiert die Stadt in die Erneuerung der Brücke, für neue Fahrbahnbeläge, Gehwege, Entwässerungseinrichtungen, Beleuchtungsmasten und Zugverankerungen. Infolge aller Verzögerungen sollen die Bauarbeiten auf der Nordseite noch im Oktober 2017, die Gesamtmaßnahme voraussichtlich im Oktober 2018 beendet sein.

Für den Zeitraum zwischen der Fertigstellung des Nordüberbaus bis zum Beginn der Arbeiten am Südüberbau wird der Verkehr wieder ohne Beeinträchtigung auf beiden Überbauten freigegeben, informiert Brückenbau-Experte Matthias Gaede.

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