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Interview mit dem Bürgermeister : Breiterer Strand mit Bootsanlegestelle und Radweg geplant

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Bürgermeister Uwe Kahl im Gespräch.

svz.de von
erstellt am 09.Feb.2017 | 13:20 Uhr

Nienhagen liegt direkt an der Ostsee und ist ein beliebtes Urlaubsziel. Was zeichnet die Gemeinde aus und wie ist sie geprägt?
In der Tat sind wir hauptsächlich touristisch geprägt. Die Zahl der Übernachtungen ist stetig gestiegen. Aber auch bei den Einwohnerzahlen konnten wir in den vergangenen Jahren enorm zulegen. 1992 hatten wir noch 650 Einwohner, mittlerweile sind wir bei 2040. Wir haben uns also in den vergangenen zwei Jahrzehnten mehr als verdreifacht. Denn seit 1996 haben wir fünf Bebauungsgebiete erschlossen, auf denen zusätzlicher Wohnraum und Ferienhäuser entstanden sind. Ansonsten haben wir neben Privatvermietern, Pensionen und Hotels nur ruhendes Gewerbe.

Wer wohnt in der Gemeinde?
Bei der Bevölkerungsstruktur liegt das Ostseebad im Vergleich zu allen neun Gemeinden des Amtes Bad Doberan-Land beim Altersdurchschnitt im oberen Drittel. Denn viele, die hier Urlaub machen, entscheiden sich dazu, mit dem Eintritt ins Rentenalter ihren Wohnsitz hierher zu verlegen. Sie kaufen sich dann eine Immobilie, vermieten sie, bis sie diese später selbst bewohnen. Aber es leben auch junge Familien mit kleinen Kindern bei uns. Das haben wir vor allem im Bereich Schule und Kita gemerkt. Die Amtsschule in Rethwisch stand schon einmal kurz vor der Schließung und auch die Nachfrage bei unserer Kita ist gestiegen, sodass wir sie im vergangenen Jahr erweitert haben und sie jetzt in neue Räume umgezogen ist.

Wo soll es in Zukunft hingehen mit Nienhagen?
Wir wollen uns mit Gemach weiterentwickeln. Das Ziel ist, die Zahl der Einwohner in den nächsten 10 bis 15 Jahren auf etwa 2300, 2400 zu steigern. Zurzeit erarbeiten wir das Baugebiet 6, das die Lücke an der B 103 zwischen An den Weiden sowie dem Gebiet Ehbrauk schließen soll. Die Grundstücke sind vorrangig für Einheimische vorgesehen. Hier soll hoffentlich ab 2018 auch altersgerechtes Wohnen entstehen.

Welche großen Projekte stehen noch an?
Etwas, das noch auf unserer Agenda steht, ist der Bau des Europäischen Rad- und Wanderwegs E 9, was etwa eine Million Euro inklusive Förderung kosten würde. Da sind wir seit 2004 dran. Jetzt können wir aber erst alle Grundstücke für den Bau nachweisen und grünes Licht nach Schwerin geben, um die Fördermittel zu beantragen. Außerdem haben wir noch ein gewagtes Projekt: Wir wollen unseren östlichen Strandabschnitt, der sehr steinig ist, auf einer Länge von etwa 200 Meter durch eine Sandaufspülung von jetzt 5 bis 8 Meter auf etwa 15 Meter verbreitern und mit Buhnen sichern. Um dafür aber Fördermittel beantragen zu können, soll zudem ein Wasserwanderrastplatz mit maximal 80 Liegeplätzen entstehen. Das Vorhaben würde rund zehn Millionen Euro kosten, an denen die Gemeinde mit einer Million beteiligt wäre.

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