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#wirkoennenrichtig : Bildung trifft Begegnung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Inderin wirbt für Patenschaftsprogramm mit Studenten. Rostocker Seniorenakademie startet im April ihr neues Sommersemester.

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr? Verbuchen Sie dies unter den Begriffen Irrtümer oder Mythen. Zumindest sollten die Senioren sich von dieser Volksweisheit nicht beirren oder einschüchtern lassen, wenn sie den Weg in die Hörsäle oder Klassenzimmer nehmen möchten. Denn die Vorteile im Alter – Lebenserfahrung und ein umfangreiches Allgemeinwissen – machen vieles einfacher und plausibler. So argumentierte Michaela Wolf, die wissenschaftliche Mitarbeiterin der Seniorenakademie Rostock.

Sie war mit Bhagya aus Indien ins Stadtteilcafé KU 77 im Rostocker Freizeitzentrum gekommen, um das Programm Bildung und Begegnung vorzustellen. Im letzten Sommersemester gehörten von den 534 Teilnehmern der Rostocker Seniorenakademie 325 zur Altersgruppe 71 bis 80, davon 219 Frauen. Möglicherweise haben viele Senioren Schwellenängste, wenn sie den Begriff Seniorenakademie hören, vermutete Michaela Wolf.

Manche denken, da sei ein elitärer Zuhörerkreis unter sich, mit Hochschulabschluss und enormem Fachwissen. Wieder ein Irrtum. Die Vorlesungen aus allen möglichen Gebieten werden für jeden verständlich gehalten, also ohne das gefürchtete Fachchinesisch. Interessenten können an etwa 13 bis 15 Vorträgen teilnehmen – jeweils am Mittwoch von 17 bis 18.30 Uhr im Audimax auf dem Campus Ulmenstraße. Aber auch Seminare, Kurse und Arbeitskreise werden angeboten. Am 3. April wird das Sommersemester starten. Rechtzeitig werden die Programme veröffentlicht – sowohl im Internet als auch als gebundene Hefte, die bei Thalia, in der Stadtbibliothek und vor allem in der Geschäftsstelle der Seniorenakademie, Parkstraße 6 (Souterrain), erhältlich sind. Hierin sind nicht nur die Themen und Programme, sondern auch Preise und Anmeldemodalitäten zu finden.
Bildung und Begegnung – das Motto gilt auch für die großen Projekte der Seniorenakademie: So werden jährlich ein bis zwei Grundkurse für die Weiterbildung und den Einsatz von Senior-Trainern angeboten.

Wer sich ehrenamtlich engagieren, lokale Projekte initiieren und sich sozial betätigen möchte, bekommt hier die grundlegenden Kenntnisse vermittelt. Im Projekt Partnership übernehmen ältere Erwachsene die Patenschaft über ausländische Studenten der Universität. Bhagya aus Indien erzählte, wie wichtig es ist, nicht nur die deutsche Sprache zu lernen, sondern auch die Kultur des Gastlandes zu verstehen. „Wir möchten nicht isoliert in unserem eigenen Sprachkreis leben, sondern erfahren, wie die Rostocker ihren Alltag bewältigen, wie sie denken und empfinden, essen und feiern.“ An diesem Projekt haben bisher 43 Senioren und 99 Studenten aus 22 Ländern teilgenommen.

Mobile Interkulturalität – mit diesem etwas sperrigen Begriff wird das dritte Projekt bezeichnet. Hier werden Senioren angesprochen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind und Hilfestellung im Alltag benötigen. Ausländische Studenten mit guten Deutschkenntnissen könnten als Paten fungieren und dabei vom Wissen und den Erfahrungen der Älteren profitieren.

Mehr Informationen rund um die Seniorenakademie bekommen Sie per Telefon: 0381/498 56 61 oder 0381/498 26 50, per E-Mail: seniorenakademie@uni-rostock.de oder im Internet: www.rsa.uni-rostock.de


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