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Befragung in Warnemünde : Bewohner bestechen mit Treue

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Stadt befragt 109 Anlieger im Quartier rund um die Dänische Straße zur Zufriedenheit. 50 Prozent leben länger als 30 Jahre vor Ort #wirkoennenrichtig

svz.de von
erstellt am 20.Feb.2017 | 05:00 Uhr

Die Analyse zur Zufriedenheit im Quartier rund um die Dänische Straße ist ausgewertet und die Ergebnisse liegen vor. Dass sie auch auf den Stadtseiten im Internet nachlesbar sind, darüber informierte jetzt Ortsamtsleiterin Franka Teubel. Diese Analyse steht im Zusammenhang mit der Fortschreibung des Strukturkonzeptes Warnemünde.

Vier Leute interviewten im Auftrag der Stadt 109 Menschen aus dem genannten Quartier. Dazu zählten die Dänische Straße, Am Markt, John-Brinckman-, Fritz- Reuter-, Trojan-, Stephan-Jantzen- und die Wossidlostraße. „Die Auswahl ist nach dem Zufallsprinzip erfolgt“, heißt es aus dem Büro für Stadt- und Regionalentwicklung (BSR). Es gab die Möglichkeit zum persönlichen Gespräch oder Fragebögen auszufüllen. Letztere enthielten jeweils 29 Fragen, die teilweise auch offene Antworten zuließen. Bemerkenswert ist, dass 50 Prozent der befragten Haushalte zwischen 30 und mindestens 50 Jahre in ihrer jetzigen Wohnung und im Quartier leben. Das deutet neben der Standorttreue auf einen hohen Altersdurchschnitt hin. Ein Drittel der Befragten ist laut BSR innerhalb der vergangenen fünf Jahre hergezogen, weitere 16 Prozent in den vergangenen zehn Jahren.

Die Analyse ergab weiterhin, dass vor dem Hintergrund eines fast 50-prozentigen Anteils der Bewohnerschaft im Alter von 65 bis 85 Jahren das Quartier in absehbarer Zeit einen demografischen Wandel hinsichtlich der Altersstruktur durchmachen wird. Das heißt nicht, dass der Bedarf an altersgerechten und barrierearmen Wohnungen vernachlässigt werden darf. Das betrifft ebenso pflegebezogene Infrastrukturangebote.

Ein Großteil der Befragten – 32 Prozent – lebt alleine. 48 Prozent wohnen zu zweit in Ehe- oder Lebensgemeinschaften. Die höchste Haushaltsgröße wurde mit fünf Personen angegeben. Der Typ Familie machte 20 Prozent der Befragten aus. Die geringe Anzahl der Familien wirft die Frage auf, ob es zu wenig größere, familiengerechte Angebote gibt. Oder ob solche Wohnungen ganz fehlen. Offen ist auch, ob es keinen Bedarf gibt, weil das Wohnumfeld nicht attraktiv genug ist, oder ob die Mieten oder der Verkaufspreis in keinem guten Preis-Leistungsverhältnis stehen.

Der bauliche Zustand der Gebäude wird von mehr als 50 Prozent als sehr gut bis gut bewertet. Auch, wenn etwa 50 Prozent der Befragten den Garten- und Innenhofbereich als gut bis sehr gut beurteilen, gibt es auch andere Stimmen. 20 Prozent sind nicht so zufrieden mit diesen Bereichen, weil diese Flächen oft versiegelt sind und daher nur eingeschränkt genutzt werden können. In dem Zusammenhang gibt es den Wunsch nach mehr Sitzecken und kleinen Beeten.

Die Parkplatzsituation wird als unzureichend eingestuft. Deutlich wurden mehr Stellflächen, mehr Kontrollen von Parkflächen und moderatere Parkgebühren gewünscht. Mit dem Punkt Nachbarschaft sind viele zufrieden. 85 Prozent haben direkten Kontakt zu den Nachbarn, die 15 Prozent, die keine Kontakte in der Nachbarschaft pflegen, wollen das auch nicht. Rund 50 Prozent nehmen an Stadtteilfesten, Nachbarschafts- und Bürgertreffen teil.

Als Fortbewegungsmittel dominiert das Auto, aber im Sommer folgt gleich das Fahrrad, viele gehen auch zu Fuß. Der öffentliche Nahverkehr wird über das Jahr gesehen von bis zu 26 Prozent genutzt. Im Winter ist das etwas stärker als im Sommer der Fall. Stark gewünscht wird die Aufwertung der Gehwege.

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