Warnemünde : Bei Kleingärtnern wächst der Unmut

Auch die Kleingartenidylle kann trügen.
Auch die Kleingartenidylle kann trügen.

Anlage Am Moor: Vorstand und Mitglieder streiten. #wirkoennenrichtig

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20. Januar 2018, 08:00 Uhr

In der Kleingartenanlage Am Moor herrscht Unmut. Mitglieder um Rechtsanwalt Axel Hinz kritisieren den aktuellen Vorstand und sehen die Anlage selbst durch das Vorhaben Kleingartenpark in Gefahr. Dieses beinhaltet die Öffnung als Erholungsgebiet für Besucher. „Bei der Idee eines Kleingartenparks befürchten wir den Wegfall des Schutzes des nur mit Kleingartenanlagen geltenden Bundeskleingartengesetzes“, sagt Hinz. Ohne diesen seien zudem Entschädigungsansprüche vom Tisch, sollte die Anlage mal aufgelöst werden müssen. „Wir fordern mehr Vereinsdemokratie“, so Hinz.

Deswegen lädt der Vorstand seine Mitglieder heute um 9 Uhr zu einer Informationsveranstaltung in die Aula der Seefahrtsschule, Richard-Wagner-Straße 31, ein. Vorstandsvorsitzender Christian Seifert weiß von der Kritik. Er räumt ein: „Es spielt da auch ein persönlicher Kleinkrieg zwischen dem Mitglied Axel Hinz und mir herein.“ Als Vorstand müsse man eine Anlage mit straffer Hand führen, Vergehen müssten geahndet werden. Und so vermutet er, dass Abmahnungen und ähnliches den Widerstand formiert haben.

Axel Hinz, Heiko Gehlhaar, Dörthe Trienke und Michael Gemballa aus dem Weg 8 sagen allerdings: „Wer etwas kritisiert, muss auch bald mit einer Auflage oder Kontrolle rechnen.“ Ein Streitpunkt war auch das Thema Mitglieder-Adressen: Die hatte Axel Hinz über das Amtsgericht angefordert, um sich im Sinne von mehr Transparenz auszutauschen. Die Richterin gab ihm Recht, dass das in Vereinen legitim sei. Dennoch klang das Schreiben des Vorstandes eher nach einer Kür.

Der heutigen Sitzung soll am 3. März eine Delegiertenversammlung folgen. Dann haben die Mitglieder der Kleingartenanlage die Möglichkeit, Anträge an den Vorstand zu stellen.

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