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#wirkoennenrichtig hafen : Arosa rüstet sich für neue Ziele

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Rostocker Flussschiff GmbH bereitet Saison vor: Verjüngungskuren und Schulung des Personals

svz.de von
erstellt am 01.Mär.2017 | 15:00 Uhr

Für die Arosa Flussschifffahrt GmbH Rostock sind die Vorkehrungen für die neue Saison in vollem Gange. Gestern begann in Duisburg für das Personal die Schulungswoche, in der Belange des Services, der Technik und Sicherheit für die elf Schiffe der Flotte Schwerpunkte bilden. Bis zum 10. und 11. Januar waren die „Arosa Silva“ und „Arosa Aqua“ noch auf dem Rhein zu Kreuzfahrten unterwegs. Ab 12. März sind diese Flusskreuzer wie auch die „Flora und „Brava“ wieder mit Kurzprogrammen von Köln auf dem Rhein unterwegs. Vom 13. bis 15. März folgen die vier Donau-Schiffe „Riva“, „Donna“, „Mia“ und „Bella“ von Wien beziehungsweise Engelhartszell. Am 19. März starten in Lyon die „Luna“ und „Stella“ auf der Rhône und ab 26. März wird mit der „Viva“ das neue Fahrtgebiet auf der Seine von Paris aus erkundet. Vor Reisebeginn waren und sind die Schiffe einsatzklar zu machen, erfolgten in der Flotte die verschiedensten Verjüngungskuren.

Die „Arosa Viva“ war erst ins neue Fahrtgebiet über See zu überführen. Zuvor wurde das Schiff in Köln, wie im Vorjahr bereits die „Aqua“ und bis 2020 alle Arosa-Rhein-Schiffe, mit neuen umweltfreundlichen Hauptantriebsmotoren ausgestattet, die nicht nur helfen, Treibstoff zu sparen, sondern auch CO2-Emissionen zu senken.

Mitte Januar wurde ein günstiges Wetterfenster genutzt, um rechtzeitig am Winterliegeplatz in Caudebec-en-Caux zu sein, berichtet Dirk Sobotka (47), Direktor Strategie und Development im Rostocker Unternehmen. Er war bei der Überführung des Flusskreuzers über See dabei, die zunächst mit eigener Crew nach Vlissingen führte, mit Schlepperhilfe weiter nach Trouville-sur-Mer und schließlich über die Seine-Mündung zum Zielhafen. Alles verlief reibungslos und die weiteren Saisonvorbereitungen konnten ohne Hektik beginnen.

Dazu gehörte eine Probefahrt des Schiffes mit den französischen Kapitänen zu den einzelnen Stationen des neuen Fahrtgebietes der „Viva“, die auch der Arosa-Direktor erst jüngst noch einmal zu Absprachen mit den Hafenverantwortlichen ansteuerte. Schließlich gehört der Cruiser mit seinen 135 Metern Länge zu den größten Schiffen, die hier verkehren, was der genauen Abstimmung der geeigneten Liegeplätze bedarf. Bei den geplanten 47 Reisen, die von Paris über Vernon und Les Andelys in Richtung Norden bis in die Normandie nach Rouen und Caudebec führen, soll alles bestens klappen. Dafür legt auch die Crew – mit dabei die Rostocker Dirk und Cornelia Rusch als Chief und Hotelmanagerin – selbst mit Hand an. Von der Erneuerung des Fußbodens bis hin zur Innenausstattung laufen die letzten Vorkehrungen. Das Interesse der Gäste, so zeigen die Buchungen, ist groß.

Auch in den Basishäfen der anderen Schiffe – Linz, Köln/Duisburg und Lyon – sind die Vorbereitungen in vollem Gange. Die „Silva“ musste zur Klasseerneuerung ins Dock von Neptune Shipyard bei Rotterdam. Dabei offenbarten sich Mängel an den Bugstrahlrudern, die erst durch Schottel aufwändig zu reparieren waren. Bei den Rhein-Schiffen waren zudem verschlissene Rohrleitungen früher als erwartet zu erneuern, wurden der Umwelt zu Liebe weitere Filteranlagen eingebaut.

Hier, wie auf den anderen Schiffen der Flotte, erfolgte eine Vielzahl von Instandsetzungs- und Verschönerungsarbeiten, wobei sich Arosa wieder auf bewährte heimische Partner stützt – von Hanseatic Rohr aus Bargeshagen bis zur Adco-Glastechnik in Brodersdorf, von der Firma Griep & Jetek aus Bentwisch in Sachen Sicherheitstechnik bis zur Rostocker Warnow-Werkstatt Paap im Motoren-Service, um nur einige Beispiele zu nennen.

Neben der Saisonvorbereitung ist auch die Projektphase eines weiteren Neubaus der Flotte angelaufen. Dabei gehe es zunächst in Abstimmung mit der Neptun-Werft, wo alle Schiffe der Flotte gebaut wurden, um die Konzeptentwicklung. Sie soll den flexiblen Bedarfsmöglichkeiten bis hin zur weiteren Ausprägung des Spa-Bereiches entsprechen und auch einen jüngeren Gästekreis ansprechen. Immerhin waren im vergangenen Jahr insbesondere bei ausgewählten speziellen Reiseterminen 1600 Kinder an Bord. Auch das Personal verjüngt sich. Verdienstvolle Mitarbeiter wie der Leitende Ingenieur Jürgen Focke, dessen Handschrift die Entwicklung der Technik in der Flotte mitprägte und der zuletzt auf der „Flora“ tätig war, gehen in Ruhestand. Im März beginnen wieder vier Azubis bei Arosa in Zusammenarbeit mit dem Duisburger Berufskolleg die Ausbildung als Binnenschiffer. Schiffsingenieure und Elektriker finden hier nach der Ausbildung ein interessantes Arbeitsfeld. Für die Fortbildung ist auch im Duisburger Simulator ein Arosa-Cruiser integriert. Und auch im kaufmännischen Bereich gibt es Ausbildungsmöglichkeiten. Am Standort Rostock nutzen das gegenwärtig fünf Azubis.

Das Unternehmen, das von der Kreuzfahrtinitiative gerade mit dem „Fair Play Award“ ausgezeichnet wurde, beschäftigt insgesamt 650 Mitarbeiter. Das Gros ist in der Flotte tätig. Am Hauptsitz auf der Holzhalbinsel in Rostock haben 90, und in Chur in der Schweiz 25 ihr Arbeitsfeld. Die Arosa Flussschifffahrt GmbH Rostock wird auch während der ITB-Reisemesse in Berlin Flagge zeigen. Bei einer Veranstaltung in diesem Rahmen am 10. März wird der neue Arosa-Katalog für 2018 vorgestellt.

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