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#wirkoennenrichtigvereine :  Anlaufstelle für ältere Mieter

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Verein Seniorenclub Schifffahrt-Hafen Rostock beugt der Einsamkeit vor und bietet dafür zahlreiche Veranstaltungen an

Mehr als 70 Mitglieder zählt der Verein Seniorenclub Schifffahrt-Hafen Rostock, zu dem drei Treffs gehören. Diese befinden sich in Dierkow, in Groß Klein sowie in Lütten Klein. In der dortigen Ahlbecker Straße 4 wurden zwei Wohnungen so umgebaut, dass in den Räumen gemeinsam gegessen, gefeiert, gespielt oder geplaudert werden kann.

„Mit unseren Angeboten möchten wir etwas gegen die Einsamkeit im Alter tun. Schließlich sind wir Menschen doch soziale Wesen, die die Gemeinschaft irgendwie zum Leben brauchen“, findet Angela Schult, die seit zehn Jahren im Club arbeitet. Sie ist seit geraumer Zeit Vorsitzende des eingetragenen Vereins und organisiert gemeinsam mit der Leiterin des Treffs, Kerstin Braatz, zahlreiche Veranstaltungen und Ausflüge.

„Darüber hinaus sind wir eine Anlaufstelle bei Problemen. Gern helfen wir, soweit möglich, bei deren Lösung, füllen beispielsweise gemeinsame behördliche Anträge aus. Nicht verwechseln sollte man uns mit einer Pflegestation, damit haben wir nichts zu tun“, sagt die Vereinsvorsitzende und verweist auf das recht hohe Alter der Mitglieder. Diese können auf Wunsch montags bis freitags im Club ein gemeinsames Mittagessen einnehmen, das laut Besucherin Else Manz prima schmeckt. Einmal im Monat wird gemeinsam gefrühstückt und zu Abend gegessen. Wer möchte, kann an einer Stuhlgymnastik teilnehmen, bei Musik entspannen oder Veranstaltungen wie plattdeutsche Nachmittage oder Spiele-Runden besuchen.

Ganz hoch im Kurs steht bei den Mitgliedern Bingo, verrät Angela Schult, die bei der Post gelernt und Weiterbildungen besucht hat. Ihr zur Seite stehen insgesamt fünf Mitarbeiter, die allesamt froh sind über das Engagement der Wohnungsgesellschaft Schifffahrt/Hafen. Diese stellt jährlich eine stattliche Summe bereit und hilft darüber hinaus mit allerlei wichtigen Sachleistungen. So freut man sich in der Hartmut-Colden–Straße über einen modernen Herd, in dem leckerer Kuchen gebacken wird, und in der Ahlbecker Straße über einen Geschirrspüler. Neu sind dort auch der Fußboden und die Platten auf den stabilen Tischen. „Dieses Hochhaus gehört der Wohnungsgesellschaft Schifffahrt/Hafen. Hier leben sehr viele ältere Menschen. Und für diese haben wir eine Mitverantwortung. Deshalb unser Engagement“, sagt Constanze Glapa aus der Sozialabteilung des Unternehmens, die zugleich Mitglied im Vor-stand des Vereins ist.

„Dadurch gibt es kurze Wege hinsichtlich von Entscheidungen, was wiederum den drei Einrichtungen zugutekommt“, sagt Glapa, die sich über noch mehr Besucher freuen würde. „Natürlich denken wir in erster Linie an unsere Mieter. Dennoch sind hier alle Interessenten auch aus anderen Häusern willkommen, die statt einsam in den vier Wänden zu sitzen, gemeinsam etwas unternehmen möchten“, lädt das Vorstandsmitglied zum Mitmachen ein.

Vielleicht, so hofft Constanze Glapa, ist beim nächsten Ausflug beispielsweise zu Grönfingers der vereinseigene Bus dann bis auf den letzten Platz besetzt.

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