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Wahlkampf mit Kanzlerin : Angela Merkel besucht Dummerstorf

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Bundeskanzlerin macht auf ihrer Wahlkampftour halt beim Leibniz-Institut für Nutztierbiologie #wirkoennenrichtig

svz.de von
erstellt am 31.Aug.2017 | 21:00 Uhr

Mit fünf Minuten Verspätung ist der Wagen von Bundeskanzlerin Angela Merkel am Donnerstag in Dummerstorf vorgefahren. Auf ihrer Wahlkampftour besuchte sie zum ersten Mal das Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN), nachdem sie bereits zuvor Station bei Karls in Rövershagen gemacht hatte. Zusammen mit dem Bundestagsabgeordneten Peter Stein (CDU) informierte sich Merkel bei Vorstand Klaus Wimmers über die Forschungsarbeit am FBN – und woher sich eigentlich die Abkürzung für das Leibniz-Institut für Nutztierbiologie ableitet. Laut Wimmers liegt dies in der Geschichte des Instituts begründet, das als Forschungsinstitut für die Biologie landwirtschaftlicher Nutztiere gegründet wurde.

Bei einem Rundgang zum Tiergroß-Operationssaal und den Respirationskammern, wo zur Problematik Methanproduktion und dessen Reduzierung geforscht wird, konnte sich die Kanzlerin selbst ein Bild von den Forschungen zu den Schwerpunkten Tierwohl und Klimaschutz machen. „Ich habe ja schon einen schönen Wahlkreis, aber Peter Stein hat auch viel Interessantes in seinem Wahlkreis“, zeigte sich Merkel beeindruckt, „ich bin dankbar, dass er mich auf das Kleinod der Forschung aufmerksam gemacht hat“. Schließlich sei es von allergrößter Bedeutung, dass auch im ländlichen Raum internationale Forschung betrieben werde. Unter der Leitung von Prof. Birger Puppe beispielsweise wollen die Forscher anhand von Tierlauten Informationen über deren Zustand – Stress, Entspannung oder dergleichen – erhalten und die Tiere zudem so positiv konditionieren, dass diese auf bestimmte Tonfolgen eine bestimmte Handlung ausführen wie auf Namenszuruf zum Futtertrog gehen. Ziel der Wissenschaftler ist es, zu schauen, wie ihre gewonnenen Grundlagen in den Alltag eingefügt werden können, um das Tierwohl zu steigern.

Im Gespräch mit Puppe erkundigte sich Merkel nach den Forschungsbedingungen, ob ihre Forschungen in der Welt mithalten können und wie die Kooperation mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sei. Auch die Situation in Bezug auf Tierversuche und Tierschützer sprach die Bundeskanzlerin an. „Stehen Sie in diesem Punkt unter Druck, weil Sie auch mit Tieren experimentieren müssen?“, erkundigte sich Merkel.

Die Entwicklung der Forschungen am Standort Dummerstorf bewertete die Bundeskanzlerin als positiv. Schließlich sei es eine große Klimaherausforderung mit den Nutztieren. „Und das sind jetzt die Worte eines Laien, aber ich glaube, dass das Thema von großer Bedeutung ist“, so Merkel.

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