Warnemünde : Am Südende des Alten Stroms wird gebaut

Die Bauleitung hat Projektingenieur Matthias Precht von der Ed. Züblin AG inne.
Die Bauleitung hat Projektingenieur Matthias Precht von der Ed. Züblin AG inne.

Züblin und Strabag errichten im Auftrag der Deutschen Bahn Netz AG die Verlängerung des Spüldurchlasses #wirkoennenrichtig

svz.de von
07. Mai 2017, 05:00 Uhr

Am Alten Strom tut sich baulich gesehen derzeit sehr viel. Die Warnemünder verfolgen aufmerksam das Geschehen und wollen wissen, was konkret dort geschieht. „Wir verlängern den Spüldurchlass in Richtung Alter Strom“, erklärt Andreas Kruse, Arbeitsgebietsleiter Projektrealisierung von der Deutschen Bahn Netz AG. Diese Maßnahme ist der nächste geplante Schritt, der sich an den bereits fertiggestellten Umbau der Stromgrabenbrücke anschließt. Er steht darüber hinaus auch im Zusammenhang mit dem geplanten Ausbau des Warnemünder Bahnhofs. Dort soll perspektivisch ein viertes Gleis entstehen, deshalb werden Straße und Fußgängerweg in Richtung Alter Strom bereits jetzt verschwenkt. Es handelt sich um ein Stück mit einer Länge von 15 Metern.

„Außerdem soll auch die Uferbefestigung erneuert werden“, so Kruse. Derzeit geben dort verwitterte Eichenpfähle Halt, die neuen Bohlen bestehen hingegen aus Stahl. Sie haben insgesamt ein Gewicht von etwa 230 Tonnen. Nach Abschluss der Arbeiten soll die gern genutzte Fußgängerbrücke aus Metall wieder entfernt werden. Die Fußgänger können dann wie früher den Weg neben der Straße in Anspruch nehmen.

Wegen des Hochwasserschutzes wird die Straße Am Bahnhof in eine etwas höhere Lage gebracht. Diese Veränderung ist aber mit dem Auge nicht wahrnehmbar. Insgesamt investiert die Deutsche Bahn AG zwei Millionen Euro in das Vorhaben. Momentan finden Austauschbohrungen an einer Stelle statt. Dort befindet sich im Wasser sehr fester Geschiebemergel am Boden, der gegen lockeren Sand ausgetauscht wird. Das birgt den Vorteil, dass die Pfähle ohne lärmintensives Rammen in die Erde gelangen.

Für die Bauarbeiten muss die Straße Am Bahnhof halbseitig gesperrt werden. Das lässt sich nicht anders umsetzen. Übrigens: Die Stahlfigur Feliks auf dem Ponton am Alten Strom ist in dem Zusammenhang umgesetzt worden. Was mit ihm passiert, ist noch nicht bekannt. Auf alle Fälle könnte er wieder einen frischeren Farbanstrich gebrauchen, damit das vom hiesigen Künstler Feliks Büttner bemalte Kunstwerk an Wirkung zulegt. Egal, ob es hier am Alten Strom oder woanders steht.


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