Rostock : Alte Ladenstraße hat ausgedient

Am Querkai des Hafenbeckens B sind die Bagger dabei, den 1967 übergebenen Gebäudekomplex abzureißen. Dadurch wird Platz geschaffen für ein größeres Zelt-Terminal für die Kreuzfahrer.
Am Querkai des Hafenbeckens B sind die Bagger dabei, den 1967 übergebenen Gebäudekomplex abzureißen. Dadurch wird Platz geschaffen für ein größeres Zelt-Terminal für die Kreuzfahrer.

Gebäudekomplex im Seehafen wird abgerissen. #wirkoennenrichtig

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12. November 2017, 09:00 Uhr

Ein altes Gemäuer im Rostocker Seehafen hat nach 50 Jahren ausgedient. Am Querkai des Hafenbeckens B sind Presslufthämmer und Bagger am Werk, hier wird die einstige Ladenstraße abgerissen. Der im Januar 1967 übergebene Gebäudekomplex war für die Beschäftigten des Hafens viele Jahre ein wichtiger Anlaufpunkt. In ihr etablierten sich die erste Hafenapotheke der DDR, eine Poststelle, mehrere Verkaufseinrichtungen und das Traditionskabinett.

Nach der Wende hatte hier die TT-Line ihr erstes Büro, vom Südende des so genannten Hansekais aus startete auch ihre Fährlinie vor 25 Jahren mit dem legendäreren Trabitörn nach Trelleborg. Die Verkaufsräume wurden mehrere Jahre durch einen Bordershop genutzt und in einem Teil des Flachbaus hatte die Wasserschutzpolizei gleich neben dem Liegeplatz ihrer Boote noch bis zum vergangenen Jahr ihr Domizil.

Zuletzt hatte das Gebäude, an dem der Zahn der Zeit sichtbar genagt hatte, nur noch die Kreuzfahrtreederei Pullmantur für ihre sechs bis sieben Anläufe im Sommer als weitere Abstellmöglichkeit neben einem Zelt genutzt. Das Gebäude war marode und der Abriss schafft nunmehr während der Kreuzfahrtsaison Platz für die Errichtung eines größeren Zelt-Terminals und somit für eine bessere Abfertigung der Passagiere, erklärt Pressesprecher Christian Hardt die Infrastrukturmaßnahme.

Die alte Ladenstraße bleibt ein Kapitel vergangener Hafengeschichte, an das sich manch alter „Hafenlöwe“ sicherlich gerne zurückerinnern wird. So beispielsweise an einen Einkaufsquell, der hier als Arbeiterversorgung bessere Möglichkeiten bot als seinerzeit die Verkaufsstellen in den Wohngebieten der Hansestadt.

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