Rostock : Alle Kunstfacetten in einer Nacht

Impressionen aus der Natur bannt Beri Giering ins Bild und stellt bei Optikerin Cornelia Waterstradt aus.
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Impressionen aus der Natur bannt Beri Giering ins Bild und stellt bei Optikerin Cornelia Waterstradt aus.

Kleider, Musik, Skulptur, Malerei, Grafik, Design in der Östlichen Altstadt / Markt noch heute in der Nikolaikirche #wirkoennenrichtig

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27. Mai 2017, 16:00 Uhr

Malerei, Fotografie, Skulpturen, Grafik, Design, Musik – diverse Kunstformen haben am Freitag zwischen 17 und 24 Uhr die Gäste der 17. Rostocker Kunstnacht erfreut. Der Verein zur Förderung der Östlichen Altstadt veranstaltet das Format jährlich. Welche Künstler bei ihnen auftreten, entscheiden die rund 50 teilnehmenden Orte aber selbst.

Optikerin Cornelia Waterstradt ist mit ihrem Geschäft in der Grubenstraße seit Jahren Kunstort und stellte dieses Mal die Wild-, Natur- und Landschaftsmalerei von Beri Giering aus. In Öl hält der Rostocker Szenen wie den Angriff eines Habichts fest. „Das sieht man nur, wenn man regelmäßig in der Natur ist“, sagt der 62-Jährige. Er ist Jäger, malt seit seiner Kindheit – neben dem Beruf. Darauf, sich selbst aktiv an der Kunstnacht zu beteiligen, statt sie nur zu besuchen, brachte ihn seine Frau.

Christian Schumann von der City-Agentur ist schon seit acht Jahren bei der Kunstnacht – mit dem Kunstmarkt, selbst der elfte seiner Art. Schumann präsentiert in der Nikolaikirche rund 30 Kreative und Kunsthandwerker: „Wir sind stolz, dass wir die Veranstaltung von einer kleinen Bilderschau zu einer doch beachtlichen Kunstschau gemacht haben.“ 80 Prozent sind Stammaussteller – aus Rostock, der Region, aber auch Sachsen-Anhalt oder Polen. Sie stellen auch heute von 11 bis 17 Uhr noch aus.

Wiederholungstäter als Aussteller werden wohl auch die Brüder Hannes und Paul Maletzke. Seit Februar 2016 haben sie das EMS-Studio in der Krämerstraße, das durch Elektro-Muskel-Stimulation Fitness in 20 Minuten pro Woche verspricht. Letztes Jahr stellte eine Münchnerin bei ihnen aus, dieses Jahr die Rostockerin Annie Klähn. Sie gab für ihre Kunst den Job als Immobilienkauffrau auf. „Mit dem Beruf bin ich nicht glücklich geworden, Fotografie war schon immer meine Leidenschaft“, sagt die 23-Jährige, die heute als Tierfotografin arbeitet. Heike Burkert fungierte mit ihrem Geschäft Nachmittagskleider in der Kleinen Wasserstraße als Künstlerin und Kunstort zugleich – Nähkunst. Sie hat vor sieben Jahren Mode im Stil der 50er-Jahre entdeckt – „Hosen mochte ich eigentlich nie“ – und zeigt und vertreibt nun adrette Tellerröcke aus eigener Produktion. Der zunehmend auch musikalischen Ausrichtung der Kunstnacht gab beispielsweise der Auftritt von Saxofonistin Lydia Harder und Gitarrist Hannes Pistor zum Abschluss der Kunstnacht in der Nikolaikirche Ausdruck.

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