Uni Rostock : 2019 wird „Traumklinik“ eröffnet

<p>Die symbolischen Nägel haben der kaufmännische Vorstand der Unimedizin Harald Jeguschke (v. l.), der wissenschaftliche Vorstand Prof. Emil Reisinger, Finanzminister Mathias Brodkorb (SPD) und Projektleiterin Carmen Botezatu in einen Balken gehämmert.</p>
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Die symbolischen Nägel haben der kaufmännische Vorstand der Unimedizin Harald Jeguschke (v. l.), der wissenschaftliche Vorstand Prof. Emil Reisinger, Finanzminister Mathias Brodkorb (SPD) und Projektleiterin Carmen Botezatu in einen Balken gehämmert.

Richtfest auf dem Bau der Zentralen Medizinischen Funktionen (ZMF) bestätigt Zeit- und Kostenplan von Land und Universitätsmedizin #wirkoennenrichtig

svz.de von
15. September 2017, 05:00 Uhr

Fast genau 15 Monate nach der Grundsteinlegung auf der größten Baustelle des Landes haben gestern gut 200 Arbeiter, Vertreter des Landes und der Universitätsmedizin Rostock das Richtfest im Rohbau der Zentralen Medizinischen Funktionen (ZMF) gefeiert. Für 143 Millionen Euro entsteht auf dem Campus Schillingallee das modernste Medizinzentrum des Landes mit Notaufnahme, Intensivstation und Heliport. Gemäß des Zeitplans der Klinik und des landeseigenen Betriebs für Bau und Liegenschaften (BBL) als Bauherren soll noch 2019 die Inbetriebnahme erfolgen und erste Patienten in der interdisziplinären Einrichtung behandelt werden können. Der Bau liege voll im Kosten- und Zeitrahmen, so Uwe Sander, BBL-Bereichsleiter für Hochschul- und Klinikbau.

„Es ist erstaunlich und höchst erfreulich, wie zügig die Bauarbeiten vorangehen, wenn man bedenkt, wie sich die Planungsphase hingezogen hat“, sagt Finanzminister Mathias Brodkorb (SPD). Die war vor allem durch Kostensteigerungen und Zeitverzögerung gekennzeichnet. Insgesamt entwickele sich das Projekt immer mehr zum „Traum eines Klinikums“ mit besseren Behandlungsbedingungen für die Patienten und besseren Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter, so Brodkorb. Gleichzeitig gedachte er einem Speditionsmitarbeiter, der bei einem tragischen Unfall im Juli ums Leben kam und rief die Anwesenden zu einer Schweigeminute auf.

Insgesamt unterstützt das Land das neue Krankenhaus und dessen Ausstattung mit 160 Millionen Euro, nur etwa zehn Millionen davon muss die Unimedizin selbst beisteuern. „Das zeigt, wie viel Vertrauen die Regierung in das Projekt setzt“, sagt der kaufmännische Vorstand Harald Jeguschke. Nach der Fertigstellung soll ab Mitte 2019 die Übergabe an die Unimedizin erfolgen, der Einzug beginnen. „Dass passiert natürlich nicht über Nacht, sondern wird etwa ein halbes Jahr dauern“, sagt Jeguschke. Künftig würden in dem Komplex etwa 400 Menschen arbeiten, die bisher noch auf verschiedenen Stationen tätig sind. Inklusive der Notaufnahme, Intensivstation und Tagesklinik wird das Gebäude über etwa 140 Plätze für Patienten verfügen. Eine der größten Innovationen der ZMF wird der Heliport auf dem Dach sein: „Von dort aus führt ein Fahrstuhl direkt in den Schockraum im Erdgeschoss, sodass Patienten mit Schlaganfällen, Herzinfarkten oder schweren Unfällen quasi innerhalb weniger Sekunden in die Behandlung kommen“, so Jeguschke.

Fakten zum Bau

• Die ZMF sind die größte Baustelle in MV mit Gesamtkosten in Höhe von 143 Millionen Euro.
• Baubeginn war im Mai 2016, die Grundsteinlegung erfolgte am 15. Juni 2016. Gestern wurde das Richtfest gefeiert.
• Die Maßnahme liegt genau im Zeit- und Kostenplan, Fertigstellung und Inbetriebnahme sind für Mitte/Ende 2019 anvisiert.
• Während des Baus wurden 30 000 Kubikmeter Erde bewegt, 9000 Kubikmeter Beton und 4500 Tonnen Stahl verbaut.
• Auf einer Nutzfläche von 12 000 Quadratmetern entstehen Notaufnahme, Intensivstation, Tagesklinik, Labore und Hubschrauberlandeplatz.

Kommentar “Endlich läuft mal alles nach Plan“ von Katrin Zimmer

Pünktlich wie die Maurer! Eins muss man den Arbeitern auf der Baustelle der ZMF lassen:  Seit sie endlich  machen dürfen, geht es mit großen Schritten voran und der Inbetriebnahme 2019 scheint nichts im Wege zu stehen. Auch dass die Kosten nach anfänglichen Querelen im Rahmen geblieben sind – und scheinbar bleiben – ist mehr als löblich. Da haben andere sich nicht gerade mit Lorbeeren geschmückt  – Stichwort: Flughafen BER oder Elbphilharmonie. Aber warum in die Ferne schweifen? Auch die immer neuen Kostenexplosionen um das Volkstheater oder geplante neue Stadtteile mit horrenden Grundstückspreisen sind in Rostock ja nicht unbekannt. Anstatt zu meckern, also an dieser Stelle ein großes Lob an alle Beteiligten des Projekts ZMF.
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