Wildschweine vertreiben Camper

Zu den Investitionen, die Baltic-Freizeit-Chef Klaus Schürmann seit 1992 durchgeführt hat, gehört auch der Bau des Multifunktionsgebäudes Tenne (im Hintergrund). Zur nächsten Saison soll auch das Strandzentrum mit Gastronomiebereichen, Innen- und Außenpool alle Türen öffnen. Susa
Zu den Investitionen, die Baltic-Freizeit-Chef Klaus Schürmann seit 1992 durchgeführt hat, gehört auch der Bau des Multifunktionsgebäudes Tenne (im Hintergrund). Zur nächsten Saison soll auch das Strandzentrum mit Gastronomiebereichen, Innen- und Außenpool alle Türen öffnen. Susa

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14. Dezember 2010, 07:55 Uhr

Markgrafenheide | Eine Antibabypille für Wildschweine fordert Klaus Schürmann. Der Inhaber der Baltic-Freizeit GmbH meint, es gibt viel zu viele dieser dreisten Schwarzkittel, die seinen fast 30 Hektar großen Camping- und Freizeitpark mit viel Freude verwüsten und so manchen Urlauber in Angst und Schrecken versetzen.

"Tatsächlich sind in diesem Jahr einige Gäste vorzeitig abgereist, weil sie sich wegen der anhänglichen Tiere nachts nicht über den Platz zum Sanitärgebäude gewagt haben", sagt Schürmann, der deshalb ein Gespräch mit der unteren Jagdbehörde geführt hat. "Denen habe ich den Tipp mit der Antibabypille gegeben, damit sich die Population nicht weiter in solch einem rasanten Tempo vergrößert. Doch mir wird wohl keine andere Alternative bleiben, als den Platz ringsherum massiv einzuzäunen. Und das ist richtig teuer", sagt der Baltic-Freizeit-Chef. Er hat inzwischen bereits über die Hälfte des großen Areals mit einem Zaun, der bis 20 Zentimeter in die Erde reicht, sichern lassen.

Mit dem Strandzentrum die Saison verlängern

Im Camping- und Freizeitpark harren nur ein paar wenige Dauercamper den Winter über aus. "Der Platz ist jetzt fast menschenleer, sodass wir nun außerhalb der Saison wieder arbeiten und auch Lärm machen können", sagt Schürmann, der täglich auf seiner Großbaustelle Strandzentrum vorbeischaut. "Die 19 Appartements haben wir in diesem Jahr bereits erstmals vermieten können. Und auch der Einkaufsmarkt, den wir bis in den Oktober hinein für unsere Gäste geöffnet gehalten haben, hat seine Bewährungsprobe schon bestanden", sagt Schürmann. Die Wintermonate werden genutzt, um in dem neuen Gebäude weitere gastronomische Angebote sowie einen großen Wellnessbereich mit Innen- und Außenpool zu schaffen. "Wenn das gesamte Strandzentrum hoffentlich im Frühsommer 2011 fertiggestellt ist, wird das dazu beitragen, dass wir die Saison deutlich verlängern können", zeigt sich Schürmann zuversichtlich. Bereits seit 1992, als die Baltic-Freizeit GmbH den Platz übernommen hat, wurde vielfach investiert. "Wir haben 80 beheizbare Holzhäuser errichtet, drei moderne Sanitärhäuser und einen Saunenbereich geschaffen, die einzelnen Stellplätze parzelliert und mit Wasser- und Stromanschlüssen versorgt, Spiel- und Sportplätze angelegt, das Multifunktionsgebäude Tenne gebaut. Das war wichtig, die Urlauber wissen solche Angebote zu schätzen. Zumal die Gäste sehr anspruchsvoll geworden sind. Sie erwarten einen sehr guten Service beispielsweise auch hinsichtlich von Sauberkeit in den Sanitärgebäuden und in den Holzhäusern. Aber auch im Gastronomiebereich können wir uns keine Abstriche leisten. Das Essen muss top sein", sagt Schürmann, der im Sommer 50, in diesen Winterwochen 27 Mitarbeiter beschäftigt.

"Mit all unseren Offerten sind wir interessanter für Urlauber, aber auch für Geschäftspartner geworden", freut sich der Unternehmer. So hat ein Wohnwagen-Vermieter aus Österreich bereits sieben mobile Unterkünfte auf dem Markgrafenheider Platz in bester Lage unweit der Ostsee aufgestellt. Weitere sollen folgen, weil die Nachfrage gut ist. Da die Werbung in internationalen Katalogen, die beispielsweise auch in Spanien vertrieben werden, gestartet wurde, wird der Freizeit- und Campingpark zunehmend auch von Urlaubern aus dem vorwiegend europäischen Ausland als Urlaubsziel erkoren. "Auch darauf müssen wir uns in Zukunft mehr denn je einstellen", ist sich Klaus Schürmann gewiss.

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