Rostock : Wieder Straftäter bei Klinikausgang geflohen

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Patient der forensischen Klinik in Rostock nutzt begleiteten Ausgang zur Flucht. Diese dauerte aber nur eine Stunde.

svz.de von
10. August 2016, 20:45 Uhr

Ein geflohener Straftäter hat am Dienstag in Rostock erneut für eine Suchaktion gesorgt. Wie ein Polizeisprecher am Montag sagte, war der Mann als Patient der forensischen Klinik seinen Pflegern bei einem begleiteten Ausgang im Stadtteil Gehlsdorf entkommen. Die Suche mit Polizeihubschrauber, Fährtenhunden und zahlreichen Beamten dauerte rund eine Stunde. Schließlich habe ein Klinikmitarbeiter den 39-jährigen Patienten in einem Nachbarstadtteil entdeckt. Einzelheiten zu den Umständen der Flucht wolle das Justizministerium Mecklenburg-Vorpommerns noch mitteilen, hieß es.

Es war die dritte Flucht in der forensischen Klinik in Gehlsdorf seit Anfang 2015. Zuletzt war im Mai dieses Jahres ein 25-jähriger Straftäter seinen Pflegern bei einem begleiteten Ausgang weggelaufen. Der wegen versuchten Totschlags verurteilte Mann wurde einen Tag später im 30 Kilometer entfernten Güstrow gefasst.

Die Klinik war 2015 in die Schlagzeilen geraten, als ein verurteilter Gewalttäter seinen Bewachern bei einem Arztbesuch in Rostock entkam. Er wurde eineinhalb Wochen später im Obdachlosenmilieu in Berlin gefasst. Danach waren die Sicherheitsvorkehrungen bereits verstärkt worden.

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